Nordkorea droht bei Sanktionen mit Offensive

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Über eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea wird weiter diskutiert. Diktator Kim Jong-un droht bei neuen Sanktionen mit einer Offensive.

Nach seinem weltweit verurteilten Atomtest hat Nordkorea für den Fall neuer Sanktionen mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das Außenministerium in Pyongyang unterstellte den USA, eine feindselige Politik und dazu eine "hektische Sanktionskampagne" zu betreiben.

"Wir werden auf die verabscheuungswürdigen Sanktionen und den Druck der USA mit unserer eigenen Art der Gegenoffensive antworten", wurde ein Ministeriumssprecher am Dienstagabend von den Staatsmedien zitiert. Welche Art von Maßnahmen ergriffen werden sollen, blieb unklar.

Die USA sollten nicht vergessen, dass Nordkorea eine "voll entwickelte Atommacht ist, die im Besitz von Interkontinentalraketen (ICBM) wie auch einer Atom- und Wasserstoffbombe" sei, hieß es. Der Sprecher habe auf eine Frage mit Blick auf neue Sanktionen geantwortet.

Widerstand gegen Sanktionen

Im US-Parlament gibt es unterdessen Widerstand gegen neue Sanktionen gegen Nordkorea. Ein einflussreicher republikanischer US-Senator hat neuen Strafmaßnahmen gegen das isolationistische Land zunächst eine Absage erteilt.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Kongress-Kammer, Bob Corker, sagte am Dienstag, die Spannungen hätten inzwischen ein Ausmaß erreicht, dass mit einem neuen Gesetz besser zugewartet werden sollte.

Eigentlich hatten sich die US-Abgeordneten im Juli darauf verständigt, nach dem Ende der Sommerpause Anfang September neue Strafmaßnahmen gegen das kommunistische Land in Erwägung zu ziehen. Unter anderem war diskutiert worden, ob Banken ins Visier genommen werden sollten, die Geschäfte mit der Regierung in Pyongyang abschließen. (red)

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