Volksschule in Salzburg

Noroviren – mittlerweile auch elf Lehrer erkrankt

Am Donnerstag waren noch fünf Lehrkräfte betroffen, nun hat sich die Anzahl verdoppelt. Über 70 Schülerinnen und Schüler sind zudem erkrankt.

Newsdesk Heute
Noroviren – mittlerweile auch elf Lehrer erkrankt
In Volksschulen kommt es zu mehr Kontakt, was die Ausbreitung der Viren begünstigt.
Getty Images/iStockphoto (Symbolbild)

Bei dem am Donnerstag bekannt gewordenen Ausbruch an Noroviren bei der Volksschule Parsch gibt es weitere Infektionsfälle. Donnerstagmittag hieß es auf "Heute"-Nachfrage beim Salzburger Gesundheitsamt, dass es mittlerweile 71 betroffene Kinder sind.

Wie nun von der Stadt bekannt gegeben, hat sich die Anzahl der erkrankten Lehrer mehr als verdoppelt. Elf Lehrkräfte sind krankgemeldet. Die am Donnerstag begonnenen Flächendesinfektionen werden intensiv über das Wochenende hin fortgesetzt, heißt es.

Hartnäckiger Virus

Das Norovirus sei leider sehr stabil und bleibe tage- bis wochenlang auf Oberflächen haften. "Die Infektion erfolgt über Tröpfchen- oder Schmierkontakt", erläutert der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, Amtsarzt Dr. Rainer Pusch. "Jetzt, wo faktisch die halbe Schule weg ist, kann die Flächendesinfektion durch die Reinigungskräfte umso intensiver weiterbetrieben werden. Die Direktion ist äußerst bemüht, sie auch übers Wochenende fortzusetzen."

Dabei handle es sich um keine spektakuläre Maßnahme: "Das ist fast wie ein ganz genauer Oberflächenputz zu Hause, aber eben mit speziellen, keimtötenden Mitteln. Diese müssen auf Türklinken, Wasserhähne, Handläufe und Flächen vollständig aufgebracht werden – also quasi Maßarbeit", sagt Pusch. 

Ansteckungsgefahr hoch

Wichtig sei es, dass man auch nach Abklingen der Symptome noch mindestens zwei Tage zuhause bleibt, da man noch ansteckend sei. "Ihre Übertragung erfolgt über Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion. Der Kontakt mit Ausscheidungen Erkrankter ist entscheidend", so der Mediziner. Daher sei es wichtig, auf entsprechende Hygiene und Händedesinfektion zu achten. Eine Ansteckung erfolgt im Allgemeinen über den Stuhl oder Erbrochenes, aber auch durch Kontakt von Mensch zu Mensch oder indirekt über verunreinigte Gegenstände und Lebensmittel.

Was sind Noroviren?

Laut AGES gelten Noroviren weltweit als eine der häufigsten Ursachen für virusbedingte Infektionen des Magen-Darm-Traktes. Sie seien für einen Großteil der Ausbrüche akuter viraler Durchfallerkrankungen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen, Krankenhäusern sowie Senioren- und Pflegeheimen verantwortlich.

Das Virus ist sehr ansteckend: "Da braucht man nur einen Kranken", erklärt Pusch. Vor allem in einer Volksschule, wo es zu viel Kontakt komme, sei es zu erwarten, dass sich einige infizieren. Laut Pusch kursieren Noroviren, gegen die es keine Impfung gibt, regelmäßig in der Bevölkerung. Am Essen hat es auf jeden Fall nicht gelegen. Alle Einrichtungen, die wie die Volksschule vom Seniorenhaus Hellbrunn beliefert werden, meldeten keine Auffälligkeiten. 

Unangenehme Auswirkungen

Die Erkrankung beginnt mit starkem Durchfall und Erbrechen. Hinzu kommen oft auch Bauch- und Muskelschmerzen, Fieber sowie Kopfschmerzen. Die Beschwerden würden zumeist nach wenigen Tagen vollständig abklingen. Sollte dies nicht der Fall sein oder sich der Gesundheitszustand verschlechtern, sollte man auf jeden Fall ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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    Sabine Hertel

    Auf den Punkt gebracht

    • In der Volksschule Parsch in Salzburg sind mittlerweile 11 Lehrer und über 70 Schüler an Noroviren erkrankt
    • Die Gesundheitsbehörden arbeiten intensiv an der Desinfektion der Schule
    • Es wird betont, dass Hygiene und Händedesinfektion wichtig sind, da es gegen Noroviren keine Impfung gibt
    red
    Akt.
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