Fünf Olympiasiege, neun WM-Titel - Kläbo ist in Norwegen der Loipen-Gott.
Und seit Sonntagabend nicht mehr Teil des erfolgsverwöhnten Nationalteams. Der 26-Jährige begründet seinen Ausstieg mit den Ereignissen der vergangenen Wochen rund um den norwegischen Skiverband. Wegen des Ausstieges eines Großsponsors wurde das Budeget für die Langläufer gekürzt, ab sofort sollen nur noch 20 statt 24 Athleten Teil der Auswahl sein.
"Mit meinem Rücktritt kann der Skiverband seine Kosten reduzieren und stattdessen Geld für andere Athleten ausgeben. Ja, jetzt müssen sie auch nicht mehr für meine Höhentrainingslager bezahlen", sagt Kläbo. "Ich habe mehrere Kollegen in der Nationalmannschaft, die sich in diesem Rückzugsprozess schlecht behandelt fühlen."
Der Rückzug aus der Auswahl bedeute nicht das Ende seiner Karriere, betonte der norwegische Sportstar. "Durch die Entscheidung verliere ich Einnahmen und muss meine Kosten decken. Jetzt werde ich das selbst finanzieren."
Der norwegische Verband will Kläbos Entscheidung respektieren. Ein Problem: Bis jetzt dürfen nur Nationalteam-Mitglieder an Weltcuprennen teilnehmen. Diese Regel soll jetzt aufgeweicht werden.