Norwegen zieht nun auch Frauen für Wehrdienst ein

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Das nordeuropäische Nato-Land Norwegen zieht ab sofort auch Frauen zum Wehrdienst ein. Seit 2015 gilt in dem bevölkerungsschwachen Land die allgemeine Wehrpflicht. In diesem Sommer machten Frauen erstmals 33 Prozent, also ein Drittel, der insgesamt 10.000 eingezogenen Rekruten aus.

Während immer mehr europäische Länder auf Berufsheere setzen, führte Norwegen als erstes europäisches Land die geschlechtsneutrale Wehrpflicht ein. Sie soll die gezielte Auswahl geeigneter Kräfte erleichtern. Dieses Jahr konnte das Militär dadurch aus rund 60.000 Kandidaten auswählen, zuvor war es nur die Hälfte.

Frauen und Männer müssen in der Armee die gleichen Aufgaben ausführen und schlafen in gemeinsamen Unterkünften. Es sei "im Grunde verrückt, dass wir die Hälfte der Bevölkerung so lange von wichtigen Verteidigungsfragen ausgeschlossen haben", so Verteidigungsministerin Ine Eriksen Søreide.

Norwegen will sich in den kommenden zwei Jahrzehnten noch stärker als bisher auf die Bedürfnisse im Rahmen des transatlantischen Bündnisses fokussieren. Neben der Sicherung der Nordflanke und der Kontrolle gegenüber Russland geht es unter anderem um die Spezialausbildung von Soldaten.

 

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