Arbeiter stanzt sich 5-Zentimeter-Loch in Hand

Ein 34-jähriger Arbeiter musste an der Hand notoperiert werden. Er hatte sich mit einer Presse ein fünf Zentimeter großes Loch in die Hand gestanzt.
Ein 34-jähriger Arbeiter musste an der Hand notoperiert werden. Er hatte sich mit einer Presse ein fünf Zentimeter großes Loch in die Hand gestanzt.Bild: iStock/Symbolbild
Schwerer Arbeitsunfall in Wels! Montagvormittag geriet ein 34-jähriger Arbeiter mit der rechten Hand in eine Presse, stanzte sich dabei ein fünf Zentimeter großes Loch in die Hand.
Es war Montag, kurz vor 11 Uhr vormittags, in einer Welser Firma. Ein 34-Jähriger aus dem Bezirk Grieskirchen war mit Arbeiten an einer Hydraulikpresse beschäftigt.

Dann kam es zum tragischen Unfall: Der Arbeiter geriet mit der rechten Hand zwischen die Führung und die Pressplatte, stanzte sich dabei mit der Presse (übt einen Druck von 400 Tonnen aus) ein Loch in die Handfläche. Fünf Zentimeter groß!

Der 34-Jährige wurde mit dem Rettungs-Heli ins Linzer Kepler-Klinikum geflogen, dort sofort operiert.

Richard Schnelzer (re.) nähte mit Chirurgen-Kollege Stefan Froschauer in einem mehrstündigen OP-Marathon zwei Patienten fast gleichzeitig wieder die Unterarme an.
Richard Schnelzer (re.) nähte mit Chirurgen-Kollege Stefan Froschauer in einem mehrstündigen OP-Marathon zwei Patienten fast gleichzeitig wieder die Unterarme an.
Vier Finger konnten gerettet werden

"Es war eine schwierige Operation. Nerven, Sehnen und Gefäße wurden schwer verletzt. Wir haben versucht die Hand, so gut es geht, wieder zu rekonstruieren, das Loch in der Handfläche wieder großteils zu verschließen. Bis auf den Mittelfinger konnten wir alle Finger retten", so Oberarzt Richard Schnelzer, der gemeinsam mit zwei Kollegen rund drei Stunden im OP stand.

Schnelzer ist erfahrener Unfall- und Mikrochirurg. Ende Oktober berichteten wir von der erfolgreichen Doppel-Operation am Linzer Kepler Klinikum. Zwei Patienten konnte nach einem schweren Arbeitsunfall fast zeitgleich wieder der Unterarm angenäht werden.

Acht Stunden dauerte die längste der beiden OPs, die Schnelzer gemeinsam mit Chirurgen-Kollegen Stefan Froschauer erfolgreich beendete.

Weitere Operationen nötig

Und wie geht's dem Patienten? "Den Umständen entsprechend gut. Der Schock sitzt natürlich noch tief. Man muss jetzt schauen, wie sich die Hand regeneriert", so Schnelzer gegenüber "Heute".

Klar ist aber, dass das noch bei weitem nicht die einzige OP für den 34-Jährigen war. Um die Hand wieder vollends herzustellen, müsse man weiteres Gewebe transplantieren. "Entnommen wird das dann etwa vom äußeren Oberschenkel des Patienten", so Schnelzer.





(cru)

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