Wien

Notärzte üben auf Wiener Donauinsel Katastrophenfall

Der Kurs für die leitenden Notärzte fand erstmals in Kooperation zwischen Berufsrettung Wien, Rotes Kreuz NÖ und Bundesministerium für Inneres statt.
Maxim Zdziarski
02.10.2020, 10:01

Derzeit findet erstmals die Ausbildung zum Leitenden Notarzt in einer Kooperation der Berufsrettung Wien und des Roten Kreuzes NÖ gemeinsam mit dem Bundesministerium für Inneres statt. Insgesamt nehmen 25 Personen daran teil. "Mit unserem Konzept haben wir die Ärztekammer überzeugt, dieses Angebot gemeinsam umsetzen zu können", erklären die Organisatoren Dr. Mario Krammel (Berufsrettung Wien), Dr. Maria Tödling-Weiss (BMI) und Dr. Berndt Schreiner (Rotes Kreuz).

"Notärzte übernehmen bei einem Großschadens- oder Katastrophenfall die ärztlichen Führungsaufgaben vor Ort, da ist es wichtig, dass die Zusammenarbeit gut abläuft. Das beste Mittel dafür ist aber, sich gegenseitig zu kennen und die Zusammenarbeit zu pflegen", erklärt Mario Krammel, Chefarzt der Berufsrettung Wien.

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Der Kurs, der an insgesamt acht Tagen in Wien und Tulln stattfindet, wird unter den höchsten Corona-Sicherheitsbedingungen umgesetzt. Die Inhalte reichen von rechtlichen Grundlagen über Gefahrenerkennung bis hin zur Psychopathologie und Krisenintervention. Entsprechende Praxisübungen dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Auf der Donauinsel wurde deshalb ein Großschadens-Ereignis nachgestellt.

Teilnehmer aus verschiedensten Bundesländern

Bei dem Kurs waren Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bundesländern vertreten. "Diese Ausbildung ist Grundvoraussetzung, um als Leitender Notarzt tätig zu werden“, so die Stellvertretende Chefärztin des BMI, Dr. Maria Tödling-Weiss. "Wir haben intensiv daran gearbeitet, dieses Kursformat mit interessanten Inhalten zu füllen", meint Dr. Berndt Schreiner, Chefarzt und ärztlicher Leiter des Roten Kreuzes in Niederösterreich. Mario Krammel, Chefarzt der Berufsrettung Wien, ist froh über die gemeinsame Umsetzung: "Gerade im Bereich der Leitenden Notärzte ist die Zusammenarbeit besonders wichtig."