Für Aufregung sorgt ein Feldbrand Ende Juni bei Neusiedl an der Zaya (Bezirk Gänserndorf): Mehrere Augenzeugen alarmierten den Notruf, kamen aber offenbar nicht durch.
"Um 15.35 Uhr und 15.37 Uhr habe ich es bei 122 versucht", so ein Betroffener Erst um 15.45 Uhr sei schließlich die Alarmierung zu seinem Notruf erfolgt. Eine betroffene Feuerwehr selbst teilte mit, dass sich die Alarmierung zu Beginn schwierig gestaltete, "da die Notrufnummer 122 vorerst nicht erreichbar war.
Erst nach rund zehn Minuten erfolgte die Alarmierung der Feuerwehren mittels Sirene." Beim Eintreffen hatte sich der Brand bereits ausgebreitet, auch das rasche Eingreifen von Landwirten verhinderte Schlimmeres.
Klaus Geiger, Teamleiter der Alarmzentrale sagte gegenüber dem "ORF", dass zu schnell aufgelegt worden war“. Je nach Anrufaufkommen könne es zu Wartezeiten kommen. Der Fall werde aber nun aufgearbeitet.
Der Ablauf ist etwas anders als beim Rettungsnotruf: Denn die Verbindung bei der Feuerwehr geht zuerst an die örtlich zuständige Bezirksalarmzentrale. Der Disponent hat hier 30 Sekunden Zeit, den Notruf entgegenzunehmen, sonst erfolgt die Weiterleitung zu einer anderen Bezirksalarmzentrale.
Geiger appelliert gegenüber dem "ORF": "Wir alle wissen, in der Notsituation können sich Sekunden wie Stunden anfühlen", man solle aber "die Nerven bewahren, bitte in der Telefonleitung bleiben und unsere Fragen beantworten".