Österreich

Notwehr? Räuber bei Überfall erschossen

Heute Redaktion
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Bild: Helmut Graf

Für Taxifahrer Günther W. ist es der schlimmste Sommers seines Lebens: Am 5. Juni erschoss er einen Räuber, der ihm im Wagen ein Messer an den Hals gehalten hat. Seither ist er in psychologischer Behandlung. Zudem ermittelt die Justiz (formell) wegen Mordverdachtes gegen den Schützen.

Seither ist er in psychologischer Behandlung. Zudem ermittelt die Justiz (formell) wegen Mordverdachtes gegen den Schützen.

Ob er den Pakistani (21), der ihn überfallen hat, in Notwehr tötete, muss erst abgeklärt werden. Lokalaugenschein also Mittwoch am Tatort Gemeindeaugasse 25 (Donaustadt). Sichtbar angespannt zeigte Günther W. einer 15-köpfigen Gerichts-Kommission vor: Wo er zum Opfer wurde, wie er in Todesangst abdrückte - mit Plastikmunition, die eigentlich beim Aufprall zerbröseln sollte.

Und wie er dann noch zwei Mal in die Luft schoss, um Alarm zu signalisieren. Anwalt Nikolaus Rast stand ihm bei: "Für mich ein Schulbeispiel für Notwehr." Das letzte Wort hat Schuss-Gutachter Ingo Wieser - er wirkte nicht anklagend.

W. Höllrigl