Am Samstag war der Flug FX1432 von Fedex Express auf seiner täglichen Route von Tennessee nach Texas unterwegs. Laut einem Bericht im "Aerotelegraph" befand sich das Flugzeug nach etwa einer Stunde im Anflug und meldete dies den Lotsen. Diese gaben die Erlaubnis, auf der Piste 18L des Austin-Bergstrom International Airport zu landen. Die Lotsen wiesen darauf hin, dass vor ihnen eine Boeing 737 nach Cancun auf der gleichen Piste abheben wird. Auch die Crew des Fluges nach Cancun erhielt den Hinweis, dass Flug FX1432 hinter ihnen zur Landung ansetzen wird.
Am frühen Samstagmorgen herrschte laut dem "Aerotelegraph" dichter Nebel über Austin. Die Boeing 767 von Fedex Express habe die Gefahr einer Kollision beim Landeanflug erkannt, denn die Boeing 737 sei bereits vorwärts gerollt. Über Funk erhielten die Piloten von Southwest die Aufforderung, den Start abzubrechen. Ob es sich dabei um einen Lotsen handelte oder einen der Fedex-Piloten, ist unklar. Der Start konnte jedoch nicht mehr abgebrochen werden.
Die Piloten des Fedex Express hatten sich in der Zwischenzeit für einen Durchstart entschieden. "Der Pilot des Fedex-Flugzeugs brach die Landung ab und leitete einen Steigflug ein", teilte die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA in einer Erklärung mit.
Das Flugzeug befand sich noch rund 150 Meter über dem Boden. Rund 1,5 Kilometer vom Pistenanfang entfernt begann die Boeing wieder zu steigen. Dennoch überflog sie danach die Piste und damit auch die startende Boeing 737. Den Piloten gelang es, das Flugzeug nach links zu steuern, während der Jet von Southwest nach dem Abheben umgehend nach rechts abdrehte. Beim Flugverfolgungsdienst Flightradar24 ist nachzulesen, dass der vertikale Abstand zwischen den beiden Flugzeugen weniger als 300 Meter betrug.
Die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA sowie das National Transportation Safety Board (NTSB) untersuchen den Zwischenfall nun gemeinsam.