Im Burgenland war die Impf-Lotterie ein voller Erfolg. Das von der Einwohnerzahl her kleinste Bundesland Österreichs hat die höchste Impfquote – nämlich 75,6 Prozent. Zum Vergleich: In Oberösterreich liegt die Quote bei 66 Prozent.
Das ist aber immerhin schon deutlich mehr als noch im November, als bei uns im Bundesland die Impf-Lotterie startete. Wie im Burgenland wollte man in Oberösterreich mit attraktiven Preisen die Menschen dazu bringen, sich impfen zu lassen. Als Hauptpreis etwa gibt es einen Elektro-BMW.
Aber was hat die oö. Impf-Lotterie inzwischen gebracht? Schaut man sich die Zahl der angemeldeten Oberösterreicher an, könnte man denken: richtig viel. Denn: Rund 300.000 machen derzeit bei der Lotterie mit – und hoffen auf einen der Preise.
Um mitmachen zu können, muss man sich entweder bis Mitte Jänner impfen lassen oder schon geimpft sein. Heißt: Seit Start der Lotterie am 15. November können sich eben alle Oberösterreicher anmelden, die sich noch bis Mitte Jänner impfen lassen wollen. Aber auch alle, die bereits vor Lotterie-Start am 15. November geimpft waren.
Schauen wir mal zurück: Laut Statistik des Landes hatten Mitte November (vor Start) 956.000 Oberösterreicher eine erste Dosis bekommen, aktuell (knapp eineinhalb Monate nach Start) sind es 1.038.000. Heißt: Die Impf-Lotterie brachte – wenn man das wohlwollend beurteilen möchte – im Bestfall 82.000 Erstimpfungen.
Bei 300.000 Lotterie-Anmeldungen bedeutet das: Rund drei Viertel der Teilnehmer waren schon vorher geimpft. Sie mussten sich also nicht mehr durch attraktive Preise überzeugen lassen, sich impfen zu lassen. Somit ist der Erfolg der Lotterie eher bescheiden.
Aber: Bis zum 14. Jänner läuft die Lotterie ja noch. Vielleicht tut sich ja noch was. Wer mitmachen will: Hier gibt's alle Infos dazu.