Wegen einer Wahnsinnsfahrt Ende November musste ein 28-jähriger Angestellter jetzt in Wr. Neustadt auf die Anklagebank. Er war am 24. November noch mit Freunden bei einer Tankstelle, hatte dort ordentlich getankt und setzte sich dann gegen Mitternacht hinters Steuer seines Mercedes.
Der stark alkoholisierte Lenker bog falsch ab und fand sich plötzlich auf der Autobahn wieder - und zwar entgegen der Fahrtrichtung. Der Geisterfahrer passierte zunächst eine größere Baustelle, die Polizei wurde alarmiert.
Trotz mehrerer Anhalteversuche und Blaulicht fuhr der 28-Jährige weiter - rund 28 Kilometer von Wr. Neudorf bis Wöllersdorf - erst dort endete die lebensgefährliche Fahrt (Anm.: der Geisterfahrer hatte zumindest das Tempo stark reduziert). Der Alkotest ergab: 1,48 Promille, der Führerschein ist ein Jahr weg.
Ein Baustellenarbeiter im Zeugenstand: "Wir trauten unseren Augen nicht, als da plötzlich Lichter auf uns zu kamen." Da sehr wenig Verkehr war zur Geisterstunde, kam der bis dato unbescholtene Geisterfahrer mit einer Geldstrafe in der Höhe von 17.280 Euro davon. Das Urteil ist rechtskräftig.