Oberösterreich

"Nur Gier!" Hier kämpfen 4.000 Arbeiter um ihre Jobs 

Warnstreik in Steyr! Tausende gingen auf die Straße, um gegen die Schließung des MAN-Werkes zu demonstrieren.

Peter Reidinger
Teilen
In Steyr demonstrierten 4.000 MAN-Beschäftigte gegen Schließungspläne.
In Steyr demonstrierten 4.000 MAN-Beschäftigte gegen Schließungspläne.
fotokerschi.at

Großdemo gegen die Schließung des MAN-Werkes in Steyr! Am Donnerstag versammelten sich 4.000 Beschäftigte und Unterstützer. Sie gingen mit Transparenten und Bannern um 12 Uhr vom Werksgelände zum Stadtplatz.

„Die Eigentümer treibt nur die Gier, deshalb kämpfen wir heute hier“, stand auf einem Transparent der Gewerkschaft PRO-GE. Auf anderen stand: "Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze" und "Nach 100 Jahren ist nicht Schluss". 

1/13
Gehe zur Galerie
    In Steyr demonstrierten 4.000 Beschäftigte gegen Schließungspläne bei MAN.
    In Steyr demonstrierten 4.000 Beschäftigte gegen Schließungspläne bei MAN.
    fotokerschi.at

    Wie berichtet, droht dem Werk in Steyr nach über 100 Jahren das Aus. Es wackeln 2.300 Jobs. 

    Im Zentrum von Steyr wurden die demonstrierenden Beschäftigten dann von Kollegen der voestalpine und von BMW empfangen. 

    Viel Polit-Prominenz

    25 Bürgermeister in der Region haben sich solidarisiert. Man sei nicht alleine, so der Stadtchef von Steyr, Gerald Hackl (SPÖ). “Das Vorgehen des Vorstandes ist an Kaltschnäuzigkeit nicht zu überbieten“, übt er Kritik. Auch SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner, Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) und Soziallandesrätin und SPOÖ-Chefin Birgit Gerstorfer waren anwesend.

    Rendi-Wagner stellte klar: "Wir wollen in Steyr keine Gummiringerl oder Feuerzeuge produzieren, sondern weiterhin Lkw." Achleitner erklärt erneut, dass die Landesregierung alles tun werde, um alle Arbeitsplätze zu erhalten.

    Die Schließungspläne wurden Mitte September bekannt, nachdem Vertreter aus Steyr in München waren. 

    Der Arbeiter-Betriebsratschef bei MAN Trucks & Bus in Steyr, Erich Schwarz, sagte damals im Gespräch mit "Heute": "Für die Region ist das eine Katastrophe" – mehr hier.