Nur Hälfte der Eltern will Kinder in Schule bringen

Eine neue Umfrage zeigt, dass Österreich bei der Schulöffnung im Mai zwiegespalten ist. Nur die Hälfte der Eltern will, dass die Kinder wieder zur Schule gehen.
Nur 53 Prozent der 503 befragten Eltern mit Kindern bis 14 Jahre begrüßen die gestaffelte Öffnung der Schulen im Mai, berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research. Immerhin 41 Prozent der Eltern hätten es vorgezogen, wenn die Schulen erst wieder im September aufgesperrt hätten.

Ein nahezu gleiches Bild zeigt sich in der Gesamtbevölkerung. 51 Prozent der Österreicher befürworten die Öffnung der Schulen im Mai, 37 Prozent hätten den Herbst bevorzugt. Am Freitag hatte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) den Fahrplan der Schulen für die kommenden Wochen vorgestellt. Neben der "Verdünnung durch Schichtbetrieb" wurden auch die Sommerferien thematisiert.

Das laufende Schuljahr soll nach wie vor am 4. Juli im Osten bzw. 11. Juli im Westen enden. Es gibt aber einen Haken: "Wir denken darüber nach, das nächste Schuljahr früher beginnen zu lassen", so Faßmann – zumindest für manche Kinder.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die erste Etappe

Maturantinnen und Maturanten gehen ab dem 4. Mai wieder in den Unterricht. Die Idee dahinter: Sie sollen nötige Schularbeiten und Tests nachholen und die achte Klasse abschließen. Die eigentliche Matura ist auch anders als früher, startet ab 25. Mai (Details hier). Neben Maturaklassen dürfen auch Abschlussklassen von BMS und BHS, sowie Lehr-Abschlussklassen in den Berufsschulen wieder loslegen. Auch hier geht es um Abschlüsse.

Die zweite Etappe

In einer zweiten Phase folgen dann die Primar- und Sekundarstufen. Das wären Volksschüler und Kinder, die eine Neue Mittelschule (NMS) oder die Unterstufe einer AHS besuchen (1. bis 4. Klasse), also Kinder bis 14 Jahre. Sonderschulen und die Deutschförderklassen starten ebenfalls ab diesem Datum.

Sie werden ab dem 18. Mai wieder unterrichtet. Denn auch hier gilt: Kinder in diesen Schulstufen haben zum Teil Schulwechsel vor sich und müssen sich darauf entsprechend vorbereiten können.

Die dritte Etappe

Am längsten warten muss die sogenannte Sekundarstufe II, also die Oberstufe in der AHS, BMS, BHS, Polytechnische Schulen oder die Berufsschulen (ausgenommen Abschlussklassen).

In einer AHS betrifft das beispielsweise die 5., 6. und 7. Klasse. Sie erwartet am Ende des Schuljahres kein Abschluss oder Schulwechsel, deshalb hat der Unterrichtsbeginn hier am längsten Zeit.









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