Nur vier Bewerber für Entacher-Posten

Nach Edmund Entachers Pensionierung ist der Job als Generalstabschef und somit der höchste Posten im Bundesheer frei. Doch nur vier Bewerber haben sich gemeldet, darunter auch der als Favorit gehandelte Othmar Commenda, der bisher Entachers Stellvertreter war.

Der Andrang auf den höchsten militärischen Posten beim Bundesheer hält sich in Grenzen: Für die Nachfolge von Edmund Entacher als Generalstabschef haben sich nur vier Interessenten beworben. Unter den Bewerbern ist erwartungsgemäß Entachers bisheriger Stellvertreter, Othmar Commenda, der immer wieder als Favorit genannt wird.

Die anderen drei Bewerber sind öffentlich weniger bekannt. Es sind dies der Leiter des Abwehramtes, Anton Oschep, der Kommandant der Militärakademie in Wiener Neustadt, Norbert Sinn, und der Leiter der Gruppe Grundsatzplanung im Generalstab, Peter Resch, der auch die Gruppe zur Attraktivierung des Grundwehrdienstes leitet.

Commenda gilt als politisch flexibel

Der im Vorfeld als möglicher Kandidat gehandelte Streitkräftekommandant Franz Reißner und Karl Schmidseder, Stabschef im Kabinett von Minister Norbert Darabos (S), dürften sich nicht beworben haben. Sie sind beide SPÖ-nahe. Commenda ist dagegen politisch eher flexibel, er hat auch schon unter einem blauen und einem schwarzen Minister in höheren Funktionen gedient.

Der neue Minister Gerald Klug (S) versprach kürzlich, die Spitzenfunktion des Generalstabschefs nach einem transparenten Auswahlverfahren zu besetzten. Diese Personalentscheidung werde "ganz sicher keine rein parteipolitische sein", so Klug. Die Bewerbungsfrist lief bis 21. März. Der Monatsbezug des Generalstabschefs beträgt mindestens 9.176,50 Euro brutto.

Der Job des Generalstabschefs wurde im Februar unter Darabos gemeinsam mit mehreren anderen Leitungsfunktionen ausgeschrieben, darunter auch jene des stellvertretenden Generalstabschefs. Diese Ausschreibungen waren insofern etwas ungewöhnlich, als darin auf mögliche spätere Änderungen bzw. Neuausschreibungen der Funktionen im Zuge einer Reform der Zentralstelle hingewiesen wurde. Das bedeutet im Grunde, dass im Zuge einer Zentralstellenreform die Bewerber ihre Posten bald wieder verlieren könnten.

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