ÖAMTC überstellt Corona-Patienten mit Notarzt-Helis

Seit Anfang April führt die ÖAMTC-Flugrettung Überstellungsflüge von Corona-Patienten durch
Seit Anfang April führt die ÖAMTC-Flugrettung Überstellungsflüge von Corona-Patienten durchBild: ÖAMTC/Klaus Rainer
Die ÖAMTC-Flugrettung hat sich für die Überstellung von Intensivpatienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, gerüstet.

Auch in Zeiten von Corona sind immer wieder spezielle Behandlungen für Patienten notwendig. Seit Anfang April führt die ÖAMTC-Flugrettung daher auch mit ihren "Christophorus"-Helikoptern Überstellungsflüge von Corona-Patienten durch, wenn diese einer "dringlichen Intervention oder Behandlung in einem Zentrumsspital bedürfen."

"Der Transport von hochinfektiösen Patienten ist für unsere Crew nichts Neues", stellt Notarzt und Medizinischer Leiter der Flugrettung Wolfgang Voelckel fest. "Für derartige Einsätze haben wir genau geregelte Vorgehensweisen, mit denen unsere Notärzte, Flugretter und Piloten bestens vertraut sind."

Ansteckungsgefahr auf Minimum reduzieren

Trotzdem stelle der Transport von Covid-19-Patienten hohe Anforderungen an die Crews. Deshalb habe man die bestehenden Einsatzverfahren überarbeitet und an die aktuellen Gegebenheiten angepasst, um eine schnelle und effektive Verlegung zu garantieren.

"In erster Linie geht es darum, die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum zu reduzieren", erklärt Voelckel. "Das erreicht man dadurch, dass Patienten wenn irgendwie möglich nur im beatmeten Zustand überstellt werden." Schutzanzüge und -masken sowie die verstärkte Verwendung von Desinfektionsmittel tragen ebenfalls dazu bei, die Crews vor einer Ansteckung zu schützen.

Als weiterer Vorsichtsmaßnahme soll hauptsächlich der in Wiener Neustadt stationierte Intensivtransporthubschrauber für diese besonderen Verlegungsflüge eingesetzt werden – zumindest solange dies intensivmedizinisch vertretbar ist.

Heli-Flotte uneingeschränkt verfügbar

"Beinahe täglich sehen sich die Rettungsdienste in Österreich mit neuen Herausforderungen und sich ändernden Rahmenbedingungen konfrontiert", so Geschäftsführer Reinhard Kraxner in einer aktuellen Aussendung. "Wir arbeiten mit all unserer Energie daran, die medizinische Notfallversorgung aus der Luft auch weiterhin uneingeschränkt zu gewährleisten."

Alle Notarzthubschrauber der "Christophorus"-Flotte stünden weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung. Die Menschen in allen neun Bundesländern könnten sich darauf verlassen, dass bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und schweren Unfällen die ÖAMTC-Flugrettung rasch zur Stelle sein werde.

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