ÖBB braucht Wohnungen: Viele Mieter vor dem Aus

Aufruhr in den Eisenbahner-Bauten in St. Pölten: Rund die Hälfte der Verträge dürften nicht verlängert werden. Viele Mieter zittern um ihre Zukunft.
Einige Langzeit-Bewohner in den „Eisenbahner-Bauten" in St. Pölten haben bereits Post erhalten: Die Verträge aller Nicht-Eisenbahner werden nicht verlängert – Hunderte müssen in den nächsten Jahren raus. Die Wohnungen sollen neu adaptiert und schließlich alle Kategorie A werden.

Roman Lang (51) aus der Viktor-Adler-Straße: „Ich wohne seit 15 Jahren um aktuell 275 € im Monat da, habe 5.000 Euro in die Küche und 2.000 Euro in eine Sicherheitstüre gesteckt. Ich bin zu 60 Prozent behindert, habe 800 € im Monat. Eine Wohnung am freien Markt kostet 500 bis 700 € – für mich völlig utopisch! Wenn ich meine Bleibe verliere, ende ich als Sandler. Der einzige, der uns hilft, ist Klaus Otzelberger von der FP. Und ich komme aus einer roten Familie."

Hausmeisterin Eva Koppenberger (56) ist Vertragsbedienstete der ÖBB (somit nicht direkt betroffen), aber ihr Sohn wird ausziehen müssen: „Wir sind hier eine große Familie, In- und Ausländer leben friedlich zusammen. Einige wohnen seit über 40 Jahren da. Und jetzt müssen alle „Nicht-ÖBBler" auf einmal raus? Das kann ich nicht verstehen."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Christopher Seif (ÖBB) betont: „Keiner wird hinausgeschmissen, es werden nur bestehende Mietverträge nicht verlängert. St. Pölten hat mit der Lehrwerkstatt und dem TS (Technisches Service) in den nächsten Jahren einen erhöhten Bedarf an ÖBB-Dienstwohnungen."

(Lie)

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