ÖBB-Crash in Meidling: Jetzt wird aufgeräumt

Am Karsamstag ist im Bahnhof Meidling ein Railjet mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Die Ursache ist unklar. Die Züge fahren wieder.

Das Unglück ereignete sich gegen 16.30 Uhr beim Bahnsteig 5. Ein Regionalzug wollte gerade aus der Station fahren, als der mit rund 30 Personen besetzte Railjet nach Villach gegen die leere Garnitur prallte und teilweise umkippte. Dabei wurde die Oberleitung beschädigt.

Es lief sofort ein Großeinsatz für die Einsatzkräfte von Wiener Berufsfeuerwehr und Berufsrettung sowie der Polizei an. Auch ein Hubschrauber kreiste über Meidling.

Bei neun Personen wurden leichte Verletzungen festgestellt. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die schlimmste Blessur war ein Handbruch.

Wer hatte Vorrang?

Noch am Samstag wurde mit den Aufräumarbeiten begonnen. Diese wurden am Ostersonntag fortgesetzt. Eine der Hauptaufgaben war, die zur Seite gestürzten Waggons des Railjets aufzurichten. Das passierte um 10.00 Uhr mit zwei Kranwägen der ÖBB. Danach wurden die kaputten Teile des Railjets abgeschleppt.

Die Behebung der Schäden an den Gleisen wird noch Tage dauern. Unklar ist weiter die Ursache der Kollision. Welcher der beiden Züge hätte sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Gleis befinden dürfen? Ebenso unklar ist, mit welcher Geschwindigkeit die Bahngarnituren miteinander kollidierten.

Alle Züge fahren wieder

Die Unfalluntersuchungskommission des Verkehrsministeriums nahm die Ermittlungen auf. Mit ersten Erkenntnissen ist aber nicht vor Dienstag zu rechnen. Die beiden Lokführer und die Fahrdienstleiter wurden schon zum Hergang befragt.

Der Fernverkehr konnte am späten Samstag Abend bereits wieder vollständig aufgenommen werden. Der Nahverkehr ebenfalls. Seit Ostersonntag in der Früh sind alle Züge wieder unterwegs - es kommt jedoch noch weiter zu Verspätungen. Die ÖBB raten 15 Minuten mehr Reisezeit einzuplanen. (mle)

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