Obdachloser terrorisierte 3 Monate Bürger und Stadt

Drei Monate lang irrte ein psychisch kranker Mann durch Mödling, sorgte für zahlreiche Polizeieinsätze. "Erst als er mit einem Blutbad drohte, passierte endlich was", so Mödlings Stadtchef Hintner.

Sexuelle Belästigung, räuberischer Diebstahl, Sachbeschädigung, versuchte Nötigung, versuchter Hausfriedensbruch, gefährliche Drohung – drei Monate lang sorgte ein Obdachloser (32) für Ärger, Angst und zahlreiche Einsätze der Exekutive in Mödling.

Schlief in Foyer

"Zuletzt waren drei Polizisten notwendig, um den Mann zu bändigen, ich war Augenzeuge. Nur Stunden später hockte er wieder in der Fußgängerzone. Der Mann hatte eine Bankomatkarte, schlief im Foyer der Post. Der Gestank war erbärmlich", erzählt Bürgermeister Hans Stefan Hintner (VP).

Jetzt in Haft

Was Mödlings Stadtchef aufregt: "Es gab viele Beschwerden bei mir, nur keiner hat was unternommen. Bis der Mann jetzt mit einem Amoklauf drohte. Amtsarzt, Gerichte hatten weggeschaut bzw. keine Handlungsbefugnis. Wir versuchten dem Mann zu helfen, nur er hat jede Hilfe verweigert, er hat sich völlig fallen lassen. Danke an unsere geduldige und professionelle Polizei."

Der Besachwalterte (Anm.: seit 2018 heißt es geschützter Erwachsener) und psychisch Kranke war von seinem Vater in Brunn (Mödling) hinausgeworfen worden, ließ sich völlig fallen und zog in die Mödlinger City. Am Montag wurde er festgenommen, sitzt jetzt in Wr. Neustadt in Haft. "Ein Antrag auf U-Haft wurde gestellt wegen folgender Delikte: Sexuelle Belästigung, räuberischer Diebstahl, Sachbeschädigung, versuchte Nötigung, versuchter Hausfriedensbruch, gefährliche Drohung", so der Wr. Neustädter Staatsanwalt Erich Habitzl am Dienstagnachmittag. (Lie)

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