Obstbauer betrog Staat um neun Millionen Euro

Der steirische Obstbauer hatte sämtliche Papiere gefälscht (Symbolbild).
Der steirische Obstbauer hatte sämtliche Papiere gefälscht (Symbolbild).picturedesk.com
Ein steirischer Obstbauer wurde von der Steuerfahndung erwischt. Mit gefälschten Papieren verursachte er einen Schaden von neun Millionen Euro.

Die Fahnder des Finanzministeriums ziehen Bilanz. Im Vorjahr wurden 561 Fälle bearbeitet und dabei 104 Millionen Euro an Steuern eingenommen. 2019 wurden insgesamt 104 Zwangsmaßnahmen durch die Steuerfahndung durchgeführt. Bei 85 Hausdurchsuchungen wurden unter anderem 72.000 GB an IT-Daten sichergestellt.

"Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt und schadet nicht nur dem Standort, sondern auch dem Ruf der Wirtschaft", sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) in einer Aussendung. Die Steuerfahndung leiste wichtige und wertvolle Arbeit im Sinne der korrekten Steuerzahler. "Wir werden auch weiterhin entschlossen gegen Steuerbetrug vorgehen."

Sämtliche Dokumente gefälscht

Unter den 561 Fällen waren einige spektakuläre dabei. So wurde etwa ein steirischer Obstbauer überführt, der sämtliche vorgelegten Vollmachten von ausländischen Unternehmen, diverse Rechnungen sowie auch die vorgelegten Transportpapiere gefälscht hatte. Er verursachte einen Schaden von neun Millionen Euro.

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Schwarzverkäufe von einem Getränkegroßhersteller aus Salzburg führten zu Nachforderungen von 4,2 Millionen Euro. Auch eine manipulierte Registrierkassa einen China-Restaurant in Vorarlberg sorgte für Aufsehen. Sie kostete den Besitzer 600.000 Euro.

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