Fehlende Waggons, defekte Toiletten, viele Verspätungen – das Nachtgeschäft ist für die Bahn derzeit ein Albtraum. Woran’s krankt – "Heute" hat nachgefragt.
Siemens hätte letzten Herbst mit der Lieferung von 33 neuen siebenteiligen Nightjets beginnen sollen. Los geht’s aber erst heuer im November. Zusätzlich ist das bestehende Wagenmaterial bis zu 30 Jahre alt. Das macht Pannen wahrscheinlicher.
Weil jetzt alle Reserven auf Schiene sind, können Waggons etwa mit kaputten WCs nicht ersetzt werden. Im Zweifelsfall fahren sie deshalb – vor allem auf den Strecken nach Wien, wo die Werkstätten sind.
In der Nacht gehören Europas Schienen dem Güterverkehr. Gibt’s da Ärger, bremst das die Nightjets. Und: Müssen andere Züge abgewartet werden und haben Verspätung, verzögert das die Weiterfahrt.