Alles wird teurer! Auch beim Bahnfahren muss man künftig tiefer in die Tasche greifen. Ab 11. Juni 2023 kosten Standardtickets der ÖBB in der 1. und 2. Klasse durchschnittlich 5,8 Prozent mehr, "Heute" berichtete.
Nachdem der Lebensmittel-Gipfel am Montag ergebnislos endete, übt die FPÖ erneut Kritik an der Regierung und bezeichnet die erhöhten Ticketpreise der ÖBB als "nächsten Anschlag auf die teuerungsgeplagten Österreicher".
Konkret kritisiert der freiheitliche Verkehrssprecher und Generalsekretär Christian Hafenecker, dass Umweltministerin Leonore Gewessler nichts gegen den Preisanstieg unternimmt.
"Schon im Dezember 2022 gab es eine Erhöhung um 3,9 Prozent. Unterm Strich bedeutet das ein Plus von fast zehn Prozent innerhalb eines halben Jahres! Für die ohnehin schon unter den hohen Preisen leidenden Menschen wird nun auch noch das Bahnfahren zur nächsten finanziellen Herausforderung – und das kann es wohl nicht sein", kritisiert der FPÖ-Verkehrssprecher.
Die ÖBB treffe in dieser Hinsicht jedoch nicht die Hauptschuld. Verantwortlich dafür sei die grüne Verkehrsministerin Gewessler: "Bei den Verkehrsdienstverträgen gibt es jährlich eine Kostenanpassung. Das Verkehrsministerium hätte den ÖBB die Kostensteigerung durch gestiegene Energiepreise abgelten und so auch einen aktiven Beitrag zur Inflationsbekämpfung leisten können. So aber werden die teureren Tickets die Inflation weiter befeuern, denn Zugtickets sind Bestandteil des Warenkorbes. Daran hat die Verkehrsministerin offenbar nicht gedacht – aber wie denn auch? Sie investiert bekanntlich ihre gesamte Energie dafür, den Menschen das Autofahren madig zu machen, wie die Einführung der CO2-Steuer und die Neugestaltung der Normverbrauchsabgabe NoVA eindrucksvoll gezeigt haben", so Hafenecker weiter.
Ministerin Gewessler lasse es also zu, dass die Bahn für die Menschen ein Stück unattraktiver wird, weil sie ab Mitte Juni mehr dafür bezahlen müssen. Das könne nicht im Interesse der grünen Ministerin sein, so FPÖ-Verkehrssprecher Hafenecker. "Diese Regierung ist bei der Teuerung nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems, wie auch der Gipfel zu den Lebensmittelpreisen eindrucksvoll gezeigt hat. Schwarz-Grün ist am Ende. Neuwahlen jetzt", heißt es abschließend.