Schnaderbeck lief insgesamt 83 Mal in Rot-Weiß-Rot auf, traf als Abwehrchefin zwei Mal ins Tor. Die Steirerin zieht sich aus dem Profi-Fußball zurück.
"Heute ist ein sehr emotionaler Tag. Ich habe beschlossen meine Karriere zu beenden. Ich habe das schon vor der Saison entschieden. Ich blicke mit unglaublicher Dankbarkeit auf meine 15 Jahre im Fußball zurück", sagt Schnaderbeck unter Tränen.
"Ich bin mit 16 von zu Hause weggegangen, war lange das einzige Mädchen unter den Burschen. Ich hatte wunderschöne und auch sehr harte Zeiten. Viele Verletzungen haben mich geprägt, aber auch großartige sportliche Erfolge und zahlreiche Titel", erklärt die 31-Jährige. "Für mich hat sich in England ein Kreis geschlossen, die wunderschöne Europameisterschaft war der perfekte Abschluss meiner Karriere", so Schnaderbeck.
"Ich möchte mich bei allen Mitspielerinnen bedanken, mit denen ich sehr enge Freundschaften schließen konnten. Wir haben stets Tränen gelacht und geweint. Auch ohne meine Familie wäre ich nie da gewesen, wo ich jetzt bin. Außerdem möchte ich mich bei meiner künftigen Frau Anna bedanken, die mich jeden Tag zu einem besseren Menschen macht.", kämpfte die Steirerin mit den Tränen.
Der Rücktritt von Schnaderbeck war nicht der einzige an diesem Tag. Austria-Stürmerin Lisa Makas zieht sich ebenso aus dem Profi-Fußball zurück. "Ich bin so dankbar für alles, aber es ist die Zeit gekommen meine Karriere zu beenden. Ich wollte als fitte Spielerin gehen, das war mir wichtig", sagt Makas, die im ÖFB-Team 74 Mal auflief und 20 Tore beisteuerte.
„"Von Mentalität und Willensstärke gelebt."“
ÖFB-Präsident Gerhard Milletich bedankte sich bei dem Duo: "Es ist schon große Wehmut da, wenn zwei solche verdienten Spielerinnen aufhören. Ich habt von eurer Mentalität und Willensstärke gelebt, das ist einmalig. Ich gratuliere euch beiden zu euren tollen Karrieren." Der rot-weiß-rote Fußball-Boss erhob die beiden Spielerinnen zum Abschied sofort in den ÖFB-Legendenklub.
"Ich hoffe, dass ihr trotzdem dem Sport erhalten bleibt - in welcher Funktion auch immer - und eure Stimmen weiterhin erhebt für Chancengleichheit und Diversität", kämpfte auch Teamchefin Irene Fuhrmann mit den Tränen.