Oluwaseun Adewumi braucht derzeit keine Anlaufzeit. Beim 2:1-Heimsieg von Hertha BSC gegen Magdeburg kam der 21-Jährige erst zur Pause ins Spiel – keine zwei Minuten später lag der Ball im Netz.
Damit entwickelt sich der Österreicher immer mehr zur Geheimwaffe der Berliner. Schon gegen Heidenheim und Braunschweig hatte Adewumi nach seiner Einwechslung getroffen. Jetzt machte er den Joker-Hattrick perfekt – und sorgt dafür, dass Hertha von der Tabellenspitze lacht.
Dabei erwischte zunächst Hertha-Kapitän Josip Brekalo den perfekten Start. Nach einem schnellen Gegenstoß traf er bereits in der zehnten Minute via Innenstange zum 1:0. Magdeburg schlug allerdings zurück. Falko Michel stellte nach 31 Minuten auf 1:1.
Zur Pause reagierte Hertha-Trainer Stefan Leitl und brachte Adewumi. Ein Wechsel, der sich praktisch sofort bezahlt machte. Nach einem Ballgewinn ging es bei den Berlinern schnell. Jon Thorsteinsson spielte den Ball an den zweiten Pfosten, Adewumi war zur Stelle und schob in der 47. Minute zum 2:1 ein.
Es war bereits sein drittes Joker-Tor in Serie. Beim 4:1 gegen Heidenheim und beim spektakulären 5:3 gegen Braunschweig hatte der ÖFB-Youngster ebenfalls nach seiner Einwechslung zugeschlagen.
Damit aber nicht genug. Adewumi brachte die Magdeburger Defensive immer wieder in Schwierigkeiten und war später auch an einem Ausschluss beteiligt.
Zunächst hatte Herthas Paul Seguin in der 62. Minute Gelb-Rot gesehen. Elf Minuten später war auch für Magdeburgs Tobias Müller Schluss. Der Verteidiger, der bereits nach einem Foul an Adewumi verwarnt worden war, sah nach einem weiteren Vergehen am Österreicher ebenfalls Gelb-Rot.
Magdeburg hatte zuvor vermeintlich zum 2:2 getroffen, der Treffer von Moritz-Broni Kwarteng wurde allerdings wegen Abseits aberkannt.
Hertha brachte den knappen Vorsprung über die Zeit – und Adewumi war wieder einmal der entscheidende Mann. Die Berliner halten nach vier Spielen beim Punktemaximum von zwölf Zählern und führen als einziges noch makelloses Team die Tabelle der 2. Bundesliga an.