Marlon Mustapha kehrt nach Deutschland zurück. Der ehemalige Mainzer verlässt den italienischen Zweitligisten Como zumindest leihweise, heuert bei Fortuna Düsseldorf an. Der Fünfte der 2. deutschen Bundesliga hat eine Kaufoption.
Der 22-Jährige sucht nach dem sportlich durchwachsenen Halbjahr im Süden bei der Fortuna sein Glück. Für seine Fußball-Karriere und den endgültigen Profi-Durchbruch setzt der ehemalige Admiraner vieles aufs Spiel.
Der "Krone" verrät der Wiener am Montag: "Es bricht mir wirklich das Herz, nie für mein Land spielen zu können, meine Familie und Freunde nicht mehr sehen zu dürfen." Das hat nichts mit seinem jüngsten Wechsel zu tun. Mustapha hat Ärger mit der österreichischen Justiz.
Warum? Mustapha erhielt den Einberufungsbefehl des österreichischen Bundesheeres, hat seinen Dienst in der Maria-Theresien-Kaserne am 8. Jänner aber nicht angetreten. Damit brach der Kicker das Gesetzt. "Das war die schwerste Entscheidung meines Lebens. Ich habe wirklich alles versucht, wollte mich ja nicht querstellen", wird Mustapha zitiert. Ihm droht bis zu einem Jahr Haft.
Der ehemalige U21-Teamspieler ist seit 2018 wehrpflichtig, zunächst aber zwei Mal zur betreffenden Zeitpunkt verletzt, dann im Ausland engagiert. Mustapha legte Einspruch gegen den Bescheid ein, moniert: "Karim Onisiwo, Stefan Posch, Phillipp Mwene, Muhammed Cham – keiner von meinen Legionärskollegen war meines Wissens bisher beim Heer. Und ich werde wie ein Schwerstbrecher behandelt."
Mustapha klagt: "Ich habe jahrelang für diese Chance gekämpft! Als Fußballer hast du womöglich nur zehn Jahre, um dir etwas aufzubauen."