Öffi-Umfrage: Sollen Fahrgäste zu Paketboten werden?

Die Wiener Linien befragen Fahrgäste, ob sie bereit wären auf ihren alltäglichen Wegen für einander Pakete per Bim zu liefern.
Die Wiener Linien befragen Fahrgäste, ob sie bereit wären auf ihren alltäglichen Wegen für einander Pakete per Bim zu liefern.Wiener Linien, Peres
Die Wiener Linien wollen wissen, ob Fahrgäste für einander Pakerl per Bim zu Paketboxen liefern würden. Abstimmen ist ab sofort möglich.

Die Idee ist, dass Fahrgäste in Zukunft Pakete emissionsarm zu Paketboxen in Öffi-Stationen bringen. Dazu könnte eine App die täglichen Routen analysieren und Pakerl vorschlagen, die entlang der Straßenbahn-Wege transportiert werden müssen. Mittels QR Code könnten die Pakete dann in Boxen abgelegt und abgeholt werden. "Bevor das Projekt in den Pilotversuch geht, wollen wir von Fahrgästen wissen, ob sie dazu bereit wären und unter welchen Bedingungen”, so Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien. Klären soll das die Machbarkeitsstudie, mitmachen ist ab sofort anonym und für zwei Monate möglich.

96 Millionen Pakete jährlich

Vorerst werden nur Transporte mit der Bim betrachtet. Die Studie soll offene Fragen klären, wie Standort der Paketboxen, maximale Größe der Pakete und Anreizsysteme. Hintergrund ist das stark gestiegene Online-Shopping. Pro Jahr bestellen Wiener und Wienerinnen rund 96 Millionen Pakete – Tendenz stark steigend. Mit Fahrgästen als Postler könnten Lieferverkehr und Staus reduzieren werden. Schließlich sind im Straßenbahnnetz täglich durchschnittlich eine halbe Million Menschen unterwegs. Diese Mobilität könnte mit dem Packerltransport klimafreundlich kombiniert werden. "Um den Klimaschutz voranzutreiben, brauchen wir dringend innovative Ideen wie diese. Ich hoffe, dass viele Fahrgäste an der Studie mitmachen”, zeigt sich Öffi-Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) von der Idee überzeugt.

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