Öko-Test hat hochgiftiges Arsen in Mascaras gefunden

In zwei getesteten Wimperntuschen fand Öko-Test giftiges Arsen.
In zwei getesteten Wimperntuschen fand Öko-Test giftiges Arsen.Getty Images/iStockphoto
Augen auf beim Mascarakauf! Das Verbrauchermagazin Öko-Test rät von gleich acht getesteten Produkten dringend (!) ab.

Vor rund 100 Jahren kam die erste Wimperntusche auf den Markt. Damals bestand das Beauty-Produkt noch aus Kohlestaub und Vaseline. Seither hat sich die Rezeptur ständig verändert. Und genau da hapert es 2021.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat 18 schwarze Mascaras, die alle mehr Volumen für die Wimpern versprechen und nicht als wasserfest ausgelobt sind und deren Preis zwischen 2,32 Euro und 24,38 Euro liegt, genau unter die Lupe genommen - darunter 7 Naturkosmetikprodukte. Das Ergebnis könnte unschöner nicht sein: Fast die Hälfte der Produkte fiel durch.

Es gibt aber auch Produkte, die wir guten Gewissens empfehlen können. Denn sechs Beauty-Produkte kann Öko-Test hingegen mit gutem Gewissen empfehlen, sie wurden mit "sehr gut" bewertet.

Sieben "Ungenügend"

Gleich sieben Wimperntuschen wurden mit einem "Ungenügend" beurteilt, eine schnitt mit "mangelhaft" ab. Das Problem: giftiges Arsen. "Außerdem sind wir auf Mineralöl und bedenkliche Konservierer gestoßen", so die Tester. Deshalb raten sie von acht Mascaras aus dem Test dringend ab.

Laut Testbericht 7 Naturkosmetikprodukte, die Preisspanne der Produkte belief sich von 2,32 Euro bis hin zu 24,38 Euro pro zehn Milliliter. Sechs konnten im Labor uneingeschränkt überzeugen und erhielten die Gesamtnote „sehr gut“.

Giftig und krebserregend

Für das Schwarz bei Mascaras wird meistens schwarzes Eisenoxid verwendet. Die eisenhaltigen Ausgangsstoffe dafür stammen aus der Natur und können deshalb mit Schwermetallen oder Elementen verunreinigt sein, die natürlicherweise in der Erdkruste und im Boden vorkommen.

Die erhöhten Mengen von hochgiftigem und krebserregendem Arsen wurden in zwei Wimperntuschen gefunden:

Die EU verbietet das Schwermetall grundsätzlich in Kosmetik, toleriert es allerdings in Mengen, die in der Herstellung als "technisch nicht vermeidbar" gelten. Beide Mascaras liegen oberhalb der erlaubten Schwelle.

Außerdem wiesen sieben Beauty-Produkte Paraffine auf - synthetische Fette, die aus Erdöl hergestellt werden und die, wenn sie nicht gut aufgereinigt sind, mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) belastet sein können. Eine Wimperntusche enthielt zudem den Konservierungsstoff Propylparaben, der wie ein Hormon wirken kann, gleich drei Produkte waren mit Butylhydroxytoluol (BHT) versetzt, das die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen soll.

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