Wintersport

ÖOC-Boss enthüllt: Das ist Österreichs Fahnenträgerin

Am Freitag starten die Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier. Nun gab ÖOC-Präsident Karl Stoss bekannt, wer Österreichs Fahne tragen wird. 
Markus Weber
02.02.2022, 10:10
olympia live
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In der traditionellen Pressekonferenz im Vorfeld der Olympischen Winterspiele in Peking gab Stoss bekannt, dass Snowboarderin Julia Dujmotivs am Freitag mit Österreichs Fahne ins Vogelnest von Peking einmarschieren wird. Die Olympia-Goldmedaillengewinnerin wird von Bob-Pilot Benjamin Maier unterstützt. 

Wie groß Österreichs Delegation bei der Eröffnungsfeier sein wird, steht derweil noch nicht fest. Athleten und Athletinnen, die aus dem Apin-Zentrum in Yanqing oder dem nordischen Zentrum in Zhangjiakou anreisen, müssen mit bis zu neun Stunden rechnen - inklusive der knapp dreistündigen Eröffnungsfeier. "Wir gehen aber davon aus, dass alle, die zeitmäßig können, es auch wahrnehmen werden, dass wir alle eine Show erleben", meinte Christoph Sieber, Chef-de-Mission des ÖOC. 

Ein ÖOC-Mitglied positiv getestet

Am Tag der Eröffnung wird es noch weitere Anreisen nach Peking geben, wie Sieber erklärte. "Am 3. und 4. Februar kommen noch größere Gruppen an, danach sind nur noch sporadische Ankünfte geplant. Es kommt aber auch immer wieder zu Flugverschiebungen." 

Aktuell befindet sich ein Mitglied des medizinischen Teams nach einem positiven Corona-Test in einem Quarantäne-Hotel. "Er ist gesund, hat keine Symptome", meine Sieber. Darüber hinaus gibt es in der rot-weiß-roten Delegation mehrere enge Kontaktpersonen, die sich im Quartier separieren müssen, davon abgesehen aber regulär an den Spielen teilnehmen können. "Auch hier gibt es keine Symptome oder Krankheitsbilder", so Sieber. 

Kramer-Ausfall "Schicksalsschlag"

Bereits vor der Anreise wurden vor allem Österreichs Skispringerinnen von Corona-Infektionen gebeutelt. Saison-Dominatorin Sara Marita Kramer konnte aufgrund einer Infektion nicht nach Peking reisen. Auch Jacqueline Seifriedsberger wurde unmittelbar vor ihrem Flug positiv getestet. "Das sind schwere Schicksalsschläge aus unserer Sicht. Es tut mir leid für Maria Kramer, sie wäre bereit gewesen, sich die Goldmedaille abzuholen", meinte Stoss. 

Trotzdem hofft der ÖO'C-Präsident auf ein Ergebnis "zwischen Pyeongchang (14 Medaillen) und Sotschi (17 Medaillen)". Am ersten Wochenende wird Stoss bereits bei der Herren-Abfahrt vor Ort vertreten sein. 

Stoss in Quarantäne

Die Maßnahmen rund um die Spiele sind jedenfalls streng. Das merkte auch Stoss, der nach seiner Einreise - wie andere IOC-Mitglieder auch - drei Tage in Quarantäne musste. Darüber hinaus dürfen etwa Betreuer auch nicht selbst in ein Auto steigen, müssen sich chauffieren lassen. "Aber eine Verschiebung stand trotzdem nie zur Diskussion. Schon allein deshalb, weil man nicht weiß, wie die Situation im nächsten Jahr ist. Die Auflagen sind sehr streng, aber es ist auch die einzige Chance, die Spiele durchzubringen. Wenn wir die Fälle im Rahmen halten, dann war es sicher die richtige Entscheidung", meinte der ÖOC-Präsident. 

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