In Dubai ist die Welt schon ein bisserl so, wie sie bei uns im Sommer sein könnte. 25 Grad und keine richtige Maskenpflicht mehr. Am Eingang zur Weltausstellung werden Impfnachweis und PCR-Test kontrolliert, Rucksäcke durchleuchtet. Man will halt auf Nummer sicher gehen. In jeglicher Hinsicht.
Was uns dann erwartet, ist ein Spielplatz. Ein riesiger Spielplatz. Rund 440 Hektar groß. 190 Länder und internationale Organisationen stellen hier aus. Und alle wollen sich übertreffen (oder versuchen es zumindest). Der Pavillon der Vereinigten Arabischen Emirate ist ein einziges Multimedia-Spektakel, überall Videowalls in unglaublicher Größe. Der Pavillon unserer deutschen Nachbarn ist dagegen fast schon fad.
Ein paar Mitmachspiele, ein Filmchen auf einer Leinwand. Das war’s. Und mittendrin ist der österreichische Pavillon, der gar nicht so ausschaut, wie man meinen könnte. Er besteht aus kegelförmigen Lehmhäusern.
Man habe sich an den Windtürmen orientiert, wie sie eigentlich typisch für Dubai sind, erklärt uns Projektleiter Helmut Döller. Der Vorteil: Luft zirkuliert, sorgt für natürliche Kühlung. Man brauche 70 Prozent weniger Energie als andere Pavillons (dort geht das meiste für die Klimageräte drauf).
Spannend auch im österreichischen Pavillon: Schriftzeichen in den Lehmwänden, die ausschauen wie ägyptische Hieroglyphen (nennen wir sie einmal „Austroglyphen“), zeigen für Österreich typische Dinge: Weintrauben, Berge, Autos. Und auch der Mozart-Kopf mit Locken ist natürlich dabei.
Vertreten auf der Expo sind u.a. auch die oö. Firmen Rosenbauer und Voest. Der Feuerwehrauto-Hersteller aus Leonding (Bez. Linz-Land) zeigt hier seinen Elektro-Feuerwehrtruck. Nur drei davon gibt es momentan auf der Welt. Einer ist in Amsterdam im Einsatz, einer in Berlin. Und eben einer hier in Dubai, so Alexander Neumann von Rosenbauer.
Und Hartwig Lankow von der Voest berichtet, dass das oö. Stahlunternehmen Schienen und Weichen für eine Zugstrecke liefert, die gerade quer durchs Land gebaut wird. Am Plan wäre eigentlich auch der Besuch des russischen Pavillons gewesen. Allerdings wurde der abgesagt. Um ein Zeichen zu setzen. „Dass der Krieg gegen die Ukraine beendet werden muss“, so WKOÖ-Präsidentin Hummer.