Ein gewaltiger Betrugsskandal sorgt im internationalen Skisport für Aufsehen. Beim kroatischen Skiverband sollen über Jahre hinweg Millionen veruntreut worden sein, ein Teil der dubiosen Geschäfte führt laut Ermittlern direkt ins Ausland – darunter auch nach Österreich.
Im Zentrum der Affäre steht Ex-Skirennläufer und Verbandsboss Vedran Pavlek. Er soll den Verband um mindestens 30 Millionen Euro betrogen haben. Während in Zagreb bereits über Untersuchungshaft verhandelt wurde, klickten für Pavlek in Istanbul die Handschellen.
Besonders brisant: Laut Antikorruptionsbehörde USKOK soll Pavlek ein Netzwerk aus Scheinfirmen im Ausland aufgebaut haben – auch in Österreich. Über diese Konstrukte sollen Gelder verschoben worden sein.
Eine Schlüsselrolle soll dabei ein inzwischen verstorbener österreichischer Unternehmer gespielt haben, der die internationalen Deals mit eingefädelt haben soll. Neben Österreich reichen die Verbindungen laut Ermittlern auch nach Liechtenstein, in die Schweiz, nach Monaco, Ungarn und in die Slowakei.
Ein Drittel der veruntreuten Gelder soll auf ausländischen Konten gelandet sein. Insgesamt geht es um mindestens 30 Millionen Euro. Für Pavlek besteht laut Behörden Fluchtgefahr, außerdem wird befürchtet, dass er Zeugen beeinflussen oder weitere Straftaten begehen könnte. Auch gegen vier weitere Verdächtige wurde bereits Untersuchungshaft verhängt.