Menschen sollen Sachen packen und sofort flüchten

Aufgrund der starken Schneefälle kommt es österreichweit zu Einsätzen. In Salzburg und Kärnten wird die Zivilbevölkerung vor der Lage gewarnt.

Zivilschutzalarm



In Kärnten mussten mehrere Straßen wegen Lawinen- und Murenabgängen gesperrt werden. In Kolbnitz wurde Zivilschutzalarm ausgelöst. Alle Personen in der Nähe des Zandlacherbach sollen das Nötigste packen und ihre Häuser sofort verlassen. Zivilschutzalarm auch in Obervellach im Mölltal, hier droht ein Hang abzurutschen. Auch hier sollen Anrainer sofort ihre Sachen packen und die Gefahrenzone verlassen.

Aufgrund der Gefahr einer Hangrutschung wurde auch seitens des Bürgermeisters der Stadtgemeinde Gmünd die Evakuierung der Bewohner eines Wohnhauses angeordnet. Auf Grund einer beginnenden Hangrutschung in der Gemeinde Reichenau (Bezirk Feldkirchen) veranlasste der Bürgermeister der Gemeinde die Evakuierung der Bewohner zweier Wohnhäuser. In der Steiermark wurden mehrere Straßen wie hier in Predlitz vermurt.



CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Im Gemeindegebiet von Mallnitz (Bezirk Spittal/Drau) wurden aufgrund der Wetterverhältnisse bei extremer Lawinengefahr und der Gefahr durch die Schneelast umstürzender Bäume sämtliche Täler (Seebachtal, Tauerntal und Dösental) gesperrt und die Bevölkerung wird seitens des Bürgermeisters aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

In der Gemeinde Reißeck (gleicher Bezirk) wurden eine Frau und ihr Sohn von einer Mure verschüttet, sie konnten geborgen werden. Die Mure riss aber ihren landwirtschaftlichen Hof komplett samt den Tieren mit. Die Lage war für die Einsatzkräfte zu gefährlich, sie mussten abrücken.

Evakuiert werden mussten bisher wegen Murenabgängen und Überschwemmungen die Ortsteil Schmelzhütte, Grafenberg, Laas, Innerfragant in der Gemeinde Flattach, die Ortsteile Semlach Nord und Pfaffenberg in der Gemeinde Obervellach, die Ortsteile Rottau, Zamlach und Unterkolbnitz in der Gemeinde Reißeck sowie der Ortsteil Lassach in der Gemeinde Mallnitz.

Das Land Salzburg hat am Sonntag um 17 Uhr den Zivilschutzalarm für vier Gemeinden wegen Hochwasser- und Murengefahr ausgelöst. Betroffen sind die Gemeinden Muhr (Lungau), Großarl, Hüttschlag und Bad Hofgastein (alle Pongau). Die Bevölkerung wird ersucht, die Häuser aus Sicherheitsgründen nicht zu verlassen. Das Video zeigt den Murenabgang in Muhr:



Die anhaltend schweren Schneefälle und der Starkregen sorgen auch im Zugverkehr in Tirol für Probleme. Derzeit sind folgende Strecken und Verbindungen betroffen:

Brenner



Der grenzüberschreitende Fernverkehr der Destination München – Verona verkehrt aktuell nur zwischen München und Innsbruck. Aufgrund der Schneefälle ist die Strecke auf italienischer Seite bei Franzensfeste unterbrochen.

Da auch die Straßen in der Region teilweise gesperrt bzw. unbefahrbar sind, kann auch kein Schienenersatzverkehr angeboten werden.

Es wird daher empfohlen, nicht unbedingt notwendige Reisen wenn möglich zu verschieben und sich vor Reiseantritt über die aktuellen Verhältnisse zu informieren.

Drautal/Osttirol



Weiterhin unterbrochen bleibt auch die Bahnstrecke in Osttirol. Auch dort ist ein Schienenersatzverkehr aufgrund von Lawinengefahr nicht möglich.

Außerfern



Die Außerfernbahn bleibt wegen Sturmschäden voraussichtlich bis Montagabend (18. November) gesperrt.

Salzburg-Tiroler-Bahn



Nach einem Murenabgang gesperrt werden musste auch der Abschnitt zwischen Hochfilzen und Saalfelden auf der Salzburg-Tiroler-Bahn. Die Strecke steht voraussichtlich bis 17 Uhr nicht für den Zugverkehr zur Verfügung.

Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde zwischen Saalfelden und Hochfilzen eingerichtet. Fahrgäste müssen derzeit in diesem Bereich rund 60 Minuten mehr Reisezeit einplanen.

Aufgrund von Unwetterschäden musste die Tauernstrecke Sonntag in den Abendstunden bis auf weiteres gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr zwischen Spittal/Millstättersee und Bischofshofen wird eingerichtet.

Die ÖBB arbeiten, sofern es die Sicherheit der Arbeiter zulässt, mit Hochdruck daran, die Strecken wieder frei zu machen.

"Wir bitten alle Reisenden um Verständnis für die Unannehmlichkeiten und empfehlen, sich vor geplanten Reisen nochmals über den aktuellen Status zu informieren", so die ÖBB.

Kontaktadresse



Alle Infos zum aktuellen Bahnverkehr und Einschränkungen findest du auf www.oebb.at oder unter der Telefonnummer 05-1717.

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