Gluthitze zurück – heißester Tag des Jahres steht bevor

Im Großraum Wien sind die Ozon-Werte besorgniserregend.
Im Großraum Wien sind die Ozon-Werte besorgniserregend.Picturedesk/APA - Symbolbild
Während im Osten Österreichs am Dienstag erneut ein Hitzerekord fallen könnte, müssen sich andere vor dem nächsten Hagel-Unwetter wappnen. 

Die 37,5 Grad als höchste Temperatur des Jahres 2021 in Bad Deutsch-Altenburg könnten morgen bereits schon wieder Geschichte sein. Im Vorfeld eines Höhentiefs über Frankreich erreichen uns nämlich extrem heiße Luftmassen von der Iberischen Halbinsel, weshalb nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale UWZ am Dienstag im Osten vereinzelt bis zu 38 Grad zu erwarten sind. 

"Die Hotspots dürften recht ähnlich wie vergangene Woche das Flachland Niederösterreichs, Wien, das Burgenland und die Südsteiermark sein", so Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. "In diesen Regionen sind verbreitet Höchstwerte um 35 Grad in Sicht, punktuell gehen sich aber auch 37 oder sogar 38 Grad aus." Die Prognose im Detail:

So heiß wird es am Dienstag in Österreich.
So heiß wird es am Dienstag in Österreich.Ubimet

Hagel-Gefahr am Dienstag

Im Westen des Landes ist am Dienstag von Hochsommerhitze keine Spur, in Vorarlberg etwa verharren die Temperaturen meist sogar unter der 20-Grad-Marke. Im Übergangsbereich von der kühlen zur sehr heißen Luft kündigen sich im Laufe des Tages zudem heftige Gewitter an. Schon am Vormittag gehen in Nordtirol erste Gewitter nieder, Unwetterpotential ist hier aber noch nicht gegeben.

"Am Nachmittag und Abend steigt dann auch vom Kaisergebirge bis zum Mühl- und Waldviertel die Gewitterneigung deutlich an, wobei in diesem Streifen mit Sturmböen und großem Hagel gerechnet werden muss", warnt der Meteorologe. "Auch nach Osttirol und Oberkärnten ziehen von Italien her ein paar kräftige Gewitter. Weiter nach Osten zu passiert außer brütender Hitze dagegen gewittertechnisch nichts", prognostiziert der Meteorologe. 

Regen im Westen, Sonne im Osten

Das bereits erwähnte Höhentief nistet sich von Mittwoch bis einschließlich Freitag im Umfeld des Alpenraums ein und sorgt für eine Zweiteilung des Landes.

"Natürlich sind die genauen Prognosen bei einem solchen Höhentief noch mit Unsicherheiten behaftet", sagt Spatzierer. "Stand jetzt fällt aber in Vorarlberg und Tirol wiederholt Regen, hier kommen bis zum Wochenende lokal größere Regenmengen zusammen und die Temperaturen steigen nur auf wenig sommerliche 16 bis 22 Grad."

Deutlich wetterbegünstigt ist in den nächsten Tagen definitiv die Osthälfte, abgesehen von ein paar Schauern und Gewittern scheint öfter die Sonne und mit meist 25 bis 30 Grad bleibt es auch sommerlich warm.

Erst am Wochenende selbst verabschiedet sich das Höhentief Richtung Balkan, wodurch sich die konträren Wetter- und Temperaturbedingungen zwischen West und Ost allmählich angleichen.

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