Große Sorge um David Reinbacher. Österreichs Eishockey-Supertalent wird am Sonntag im zweiten WM-Gruppenspiel in Finnland von seinem schwedischen Gegenspieler unsanft von den Beinen geholt, verletzt sich beim krachenden "Hipcheck" offenbar.
Der 18-Jährige, als einer der Top-Picks im kommenden NHL-Entry-Draft gehandelt, bleibt liegen, schleppt sich mit schmerzverzerrter Miene zur Bank, kommt anschließend für das dritte Drittel nicht mehr mit aufs Eis.
Der Ausfall des großgewachsenen Abwehrspielers würde der ÖEHV-Auswahl von Teamchef Roger Bader empfindlich mehr schmerzen als die 0:5-Niederlage gegen Turnier-Mitfavorit Schweden. Die Pleite gegen die Skandinavier fällt zwar empfindlich aus, war aber eingeplant. Österreich muss sich in seiner Achter-Gruppe mit anderen Gegnern messen. Es geht um den Klassenerhalt. Im Auftaktmatch holten die heimischen Cracks am Samstag gegen Frankreich zwar einen Punkt, verloren aber in der Verlängerung aber gegen einen Mit-Konkurrenten im Abstiegskampf.
Das nächste Match absolviert Österreich am Dienstag nach einem Ruhetag gegen Dänemark - im Gegensatz zu Schweden eine machbare Aufgabe. Es folgen die Duelle mit Deutschland, den USA (17. Mai), Deutschland (19. Mai), Finnland (20. Mai) und Ungarn (22. Mai). Auf dem Papier ist das Abschlussspiel gegen die ungarischen Nachbarn das wichtigste im Kampf um Platz sieben und damit das Ticket für die A-WM im kommenden Jahr.
Offen ist, ob Reinbacher bei den nächsten Aufgaben mitwirken kann. Noch gibt es keine Diagnose oder Prognose zur möglichen Verletzung im Bereich von Hüfte, Oberschenkel oder Knie. Teamchef Bader hielt sich diesbezüglich noch bedeckt, will Untersuchungen abwarten.
Österreich - Schweden 0:5 (0:1, 0:2, 0:3), Tore: Lindholm, Sorensen, Nemeth, Carlsson, Everberg.