Österreicher belegen Platz 2 auf Wohlstandsbarometer

Österreicher sind beim finanziellen Wohlergehen trotz Corona weiter gut im Kurs.
Österreicher sind beim finanziellen Wohlergehen trotz Corona weiter gut im Kurs.iStock
Laut Wohlstandsbarometer sind Österreicher finanziell gut aufgestellt. Ein Drittel musste aber Gehaltskürzungen während der Krise ausgleichen.

Die Österreicher stehen finanziell gut da. Laut Wohlstandsbarometer des Inkassobüros Intrum liegen sie beim allgemeinen finanziellen Wohlergehen europaweit wie schon im Vorjahr auf Rang zwei. Das allgemeine finanzielle Wohlergehen setzt sich zusammen aus der Fähigkeit Rechnungen zu bezahlen, dem Sparen und der finanziellen Allgemeinbildung.

"Die Fähigkeit der österreichischen Konsumenten, ihre Rechnungen pünktlich zu bezahlen, wurde durch die niedrige Arbeitslosigkeit und ein gesundes verfügbares Haushaltseinkommen begünstigt", so die Auswertung der Umfrage.

Während sich Österreich in Bezug auf die Möglichkeit, Rechnungen pünktlich zu bezahlen verbessert hat, gab es einen Rückgang beim Verständnis finanzbezogener Grundbegriffe. Dennoch können laut Intrum 69 Prozent der Befragten gängige Finanzbegriffe ihren korrekten Definitionen zuordnen.

Ein Drittel mit weniger Gehalt

Aufgrund der Coronapandemie reduzierte sich allerdings bei einem Drittel der Österreicher das Gehalt, wobei Pensionisten am wenigsten betroffen waren. 42 Prozent gaben an, dass ihr Einkommen gleich geblieben ist und auch kein Rückgang drohe.

57 Prozent jener, deren Einkommen zurückging, reagierten mit der Kürzung jener Ausgaben, die über die Ausgaben für die Deckung der Grundbedürfnisse hinausgehen. 19 Prozent bemühten sich um staatliche Hilfe. 18 Prozent konnten den Rückgang durch Ersparnisse ausgleichen, 16 Prozent haben sich eine zusätzliche Arbeit gesucht. 13 Prozent haben sich im Freundes- oder Familienkreis Geld geborgt, zehn Prozent über die Bank verschuldet.

Laut Umfrage sind angesichts der Covid-19-Krise zwei Drittel der Österreicher nun eher bereit, Geschäfte und Unternehmen vor Ort zu unterstützen, als vor der Krise. Im Schnitt der europäischen Länder gilt dies nur für 59 Prozent der Befragten.

Weihnachten fällt heuer kleiner aus

12 Prozent der Befragten wollen zur Kompensation für das schwierige Jahr in diesem Jahr mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Etwa 70 Prozent lehnen diesen Gedanken hingegen ab. Aus der Umfrage ging jedoch auch hervor, dass die Hälfte der Befragten angab, wegen des Mülls, der dabei entsteht, heutzutage weniger Geschenke einzukaufen als noch vor einigen Jahren. Fast die Hälfte (46 Prozent) gab an, ihre Ausgaben aufgrund ihres Interesses an Nachhaltigkeit einzuschränken. Das galt insbesondere für jüngere und weibliche Verbraucher, lautet es in der Intrum-Umfrage.

Für das Wohlstandsbarometer wurden in 24 europäischen Ländern jeweils 1.000 Menschen über 18 Jahren befragt und diese Daten mit Eurostat-Informationen kombiniert. Die Forschungsarbeit für die Studie wurde zwischen dem 28. August und 5. Oktober 2020 durchgeführt.

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