"Der vergangene Sommer hat gezeigt: Verheerende Katastrophen, auch hervorgerufen durch den Klimawandel, ereignen sich immer öfter. Es ist höchste Zeit, neue Strategien für den Katastrophenschutz zu entwickeln", mahnt Arbeiter-Samariter-Bund-Chef Reinhard Hundsmüller zum UNO-Welttag der Katastrophenvorbeugung (13. Oktober).
Vorräte anlegen, bevor es zu spät ist: "Wer vorsorgt, hat Nahrungsmittel für sieben und Trinkwasser für drei Tage auf Vorrat zu Hause. Auch Taschenlampen, Campingkocher und ein batteriebetriebener Radioapparat sind hilfreich", so die dringende Empfehlung der Katastrophen-Experten.
Wichtig sei, sich "rechtzeitig darüber zu informieren, was passieren könnte", und wie man durch Vorbeugungsmaßnahmen Risiken verringern kann. Dieses Wissen trage dazu bei, die Widerstandsfähigkeit ("Resilienz") von Betroffenen zu stärken und "Krisen möglichst unbeschadet" zu überstehen, so der Samariterbund.
„Jeder von uns ist gefordert, in den eigenen vier Wänden für den Ernstfall gerüstet zu sein.“Reinhard HundsmüllerArbeiter-Samariter-Bund
Als Teil des Katastrophenschutzes sieht Hundsmüller auch die Eigenverantwortung der Menschen: "Jeder von uns ist gefordert, in den eigenen vier Wänden für den Ernstfall gerüstet zu sein. Sicherheit beginnt im Kleinen: Je besser die Einzelnen vorbereitet sind, umso einfacher haben es die Rettungskräfte im Ernstfall."
Das jüngste Hochwasser im September forderte in Österreich fünf Menschenleben. Insgesamt kamen in Österreich, Tschechien, Polen und Rumänien damit mindestens 20 Menschen aufgrund des Hochwassers ums Leben.
Der Samariterbund begrüßt die Entscheidung des österreichischen Ministerrates, seit heuer für die Rettungs- und Zivilschutzorganisationen jedes Jahr 22 Millionen Euro zusätzlich zur Katastrophenvorsorge zur Verfügung zu stellen.
In Österreich ist der Samariterbund im staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagement vertreten. Vor allem die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen sei ein "wichtiger Baustein zur Vorbereitung auf Schadensereignisse".
"Der Samariterbund leistet nicht nur kurzfristige Katastrophenhilfe bei akuten Notfällen, sondern auch humanitäre Hilfe sowie längerfristige Entwicklungszusammenarbeit. Wir engagieren uns überall dort, wo Menschen in großer Armut und Not leben", erklärt Hundsmüller.