Österreicher stahlen Taxi – Flucht endete mit Crash

Hier endete die Irrfahrt mit dem gestohlenen Taxi. (Quelle: Kantonspolizei St.Gallen)
Hier endete die Irrfahrt mit dem gestohlenen Taxi. (Quelle: Kantonspolizei St.Gallen)Bild: Polizei

Am Sonntag ist ein Taxifahrer in der Schweiz niedergeschlagen worden. Daraufhin entwendeten die Täter, ein österreichisches Pärchen mit Tochter, das Taxi.

Kurz nach Mitternacht wurde der 60-jährige Taxifahrer an einer Straße in Rorschach niedergeschlagen. Bei den Tätern handelt es sich um einen 38-jährigen Mann und seine 34-jährige Frau in Begleitung der zehnjährigen Tochter. Die Familie stammt aus Österreich, ist aber in Schweiz wohnhaft.

Mit dem entwendeten Taxi fuhr der 38-Jährige in Begleitung seiner Familie nach Goldach "Im Moos". Dort fuhr er mit dem Auto über einen Rasen, prallte in ein abgestelltes Boot und durchfuhr eine Hecke. Das Auto blieb dann total beschädigt in einer Garageneinfahrt stehen, wie es in der Medienmitteilung der Polizei heißt. Die Familie flüchtete zu Fuß weiter und konnte später durch die Polizei angehalten werden. Das Paar wurde festgenommen. Die Verhaftung soll ruhig und ohne weitere Zwischenfälle verlaufen sein.

Zeugen gesucht

Der Taxifahrer wurde am Kopf unbestimmt verletzt und musste mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden. Er befindet sich noch im Krankenhaus. Das zehnjährige Mädchen wurde beim Vorfall ebenfalls leicht verletzt und musste in ärztliche Behandlung gebracht werden. Sie hat Schnittverletzungen und Kratzspuren erlitten. "Diese sind wohl durch Scheibensplitter entstanden", so Helg.

Es stellte sich heraus, dass der 38-Jährige keinen Fahrausweis besitzt und in fahrunfähigem Zustand unterwegs war. Bei ihm wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet. D

Die durch den Vorfall entstandenen Sachschäden dürften hoch sein, müssen aber noch beziffert werden. "Der genaue Hintergrund der Tat ist noch unklar. Das ist derzeit Teil der Abklärungen. Genau so wie die Frage, ob nur der Vater oder auch die Mutter den Taxifahrer tätlich angegriffen haben", sagt Polizeisprecher Pascal Helg.

Die Kantonspolizei St.Gallen bittet Personen, denen die Familie aufgefallen ist und Angaben zu den Vorfällen oder der Fahrweise des 38-Jährigen machen können, sich zu melden.

Große Betroffenheit

Beim Taxiunternehmen, bei dem der 60-jähriger Fahrer arbeitet, ist die Betroffenheit groß. "Ich finde keine Erklärung, wie so etwas Schreckliches passieren konnte", so ein Angestellter zu "20Minuten". Wie es seinem Kollegen im Krankenhaus gehe, wisse er nicht genau. Bisher habe er nicht ihm sprechen können.

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(red/20 Minuten)

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