Österreicher werden immer islamfeindlicher

Im Vorjahr wurden in Österreich 309 rassistische Übergriffe auf Moslems angezeigt. Das ist ein Anstieg um 21 Prozent.
Laut der "Dokustelle Islamfeindlichkeit" wurden im Vorjahr 309 Fälle gemeldet, die meisten davon in Wien. Auch Anti-muslimische Beschmierungen von Gebäuden haben dem Bericht zufolge zugenommen, 19 Prozent aller Fälle würden sich darauf beziehen.

Abgesehen davon zeigt der Bericht, dass Beschimpfungen allen voran muslimische Frauen treffen. Sie stellen 98 Prozent der Betroffenen.

Vor allem rund um die Nationalsratswahl im Oktober seien besonders viele Fälle angezeigt worden. "Wir sehen, dass politische Ereignisse immer wieder Einfluss auf den Alltag haben", erklärt Elif Öztürk Adam von der Dokustelle. So seien auch zum 1. Oktober, als das Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz in Kraft getreten ist, mehr Fälle als sonst dokumentiert worden. Das Thema wird in den Medien besprochen und erlangt so viel Aufmerksamkeit. Ähnliches treffe auf den Ramadan zu. Die meisten (Wand-)Beschmierungen habe es rund um den Fastenmonat gegeben.

Im Zuge der Veröffentlichung des 3. Rassismus-Report am Dienstag (sehen Sie Auszüge in der Bildstrecke oben), plädiert die "Dokustelle Islamfeindlichkeit" an das Bundesministerium, im Verfassungsschutzbericht des BMI den Begriff "Islamophobie" durch "Islamfeindlichkeit" zu ersetzen. Außerdem brauche es ein klares Bekenntnis und Auftreten des Staates in Sachen "Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung".

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(red)



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