Seit Februar tobt ein öffentlicher Konflikt zwischen dem langjährigen Erfolgstrainer der Norweger und dem Springer-Team. Die Athleten richteten sich in einem offenen Brief gegen den 50-Jährigen. Stöckl, der das Amt des norwegischen Cheftrainers seit bereits 13 Jahren ausübt, wurden darin Mängel in der "Menschenführung" und Motivationsprobleme unterstellt.
Der Skisprung-Coach entschied sich in der abgelaufenen Saison bereits, einige Weltcup-Stationen auszulassen, mittlerweile wurde Stöckl freigestellt.
Nun geht die Auseinandersetzung zwischen Stöckl und dem norwegischen Springer-Team in die nächste Runde. Denn wie "VG" berichtet, habe der 50-Jährige eine Klage gegen den Verband eingebracht. Stöckl erhalte zwar weiterhin sein Gehalt – der Vertrag läuft schließlich eigentlich noch bis 2026 –, allerdings fühle sich Stöckl quasi entlassen. Beide Seiten konnten sich bisher nicht auf eine Vertragsauflösung einigen. Eigentlich wollte Skisprung-Chef Clas Brede Braathen zwischen Stöckl, der lange als Erfolgstrainer galt, und dem Springer-Team vermitteln, doch dieser legte mittlerweile sein Amt nieder.
Nun ist ein Gericht mit dem Fall befasst. Arne Baumann, der Generalsekretär des norwegischen Skiverbandes, gab sich derweil zugeknöpft: "Wir werden keinen Kommentar zum laufenden Fall abgeben."