Das WIFO hat am Montag die Schnellschätzung zum österreichischen BIP im 3. Quartal veröffentlicht. Demnach sank die österreichische Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorquartal um 0,6 Prozent.
Dabei verfestigte sich der Rückgang in der Industrie- und Baukonjunktur. Auch die zurückhaltende Konsumnachfrage der privaten Haushalte belastete erneut die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Wertschöpfung in den Dienstleistungsbereichen entwickelte sich uneinheitlich, heißt es in einer Aussendung.
Es ist das fünfte Quartal in Folge, in dem die heimische Wirtschaftsleistung stagnierte bzw. zurückging. Im Jahresvergleich, gegenüber dem 3. Quartal 2022, sank das BIP um 1,2 Prozent.
Sowohl in der Industrie als auch in der Bauwirtschaft setzte sich die rückläufige Entwicklung fort. Im 3. Quartal sank die Wertschöpfung in der Industrie um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. In der Bauwirtschaft wurde ein Rückgang von 1,8 Prozent verzeichnet.
Die österreichische Wirtschaft leidet derzeit an einer Nachfrageschwäche aus dem In- und Ausland. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte lies das zweite Quartal in Folge nach (–1,0 Prozent). Auch die Investitionsnachfrage ging zurück. Die Bruttoanlageinvestitionen wurden gegenüber dem Vorquartal eingeschränkt (–0,4 Prozent).