Wintersport

ÖSV-Abfahrer Schütter ist jetzt ein Klima-Kleber

Klima-Aktivisten der Letzten Generation haben in Innsbruck eine Kreuzung lahm gelegt. Mit dabei: ÖSV-Abfahrer Julian Schütter. 
Martin Huber
12.06.2023, 09:08
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Julian Schütter ist der etwas andere Skiprofi. Sein Motto: Das wichtigste Rennen ist das gegen den Klimawandel.

Im November 2022 gab der Schladminger sein Debüt im Ski-Weltcup. Die Ergebnisse waren vielversprechend. Nach einer Verletzung bei der Abfahrt in Kitzbühel musste er die Saison beenden. Bei der WM in Courchevel war er trotzdem - als Klima-Aktivist. Jetzt geht Schütter einen Schritt weiter und solidarisiert sich mit den Klima-Klebern.

Die Aktivisten der "Letzten Generation" haben am Montag um 7 Uhr in Innsbruck die Kreuzung Haller/Anton-Rauch-Str. friedlich zum Stehen gebracht. "Wann nimmt unsere Regierung die Fakten ernst und setzt die 93 Forderungen des demokratisch legitimierten Klimarates um?", twittern sie dazu.

Unter die Aktivisten mischte sich der ÖSV-Abfahrer. "Ich werde mich am Montag, dem 12. Juni 2023 beim Straßenprotest der Letzten Generation solidarisch zeigen", hatte er in seinem Blog angekündigt. "Ich werde dabei nicht den Verkehr blockieren oder mich festkleben, stattdessen werde ich Kaffee und Kipferl bringen."

Schütter weiter: "Wer sich friedlich für die Erhaltung unser aller Lebensgrundlagen einsetzt, ist nicht kriminell, sondern heldenhaft. Schweigen hingegen unterstützt die weitere Zerstörung und somit das eigentliche Verbrechen."

"Die Klimakrise zerstört unsere Lebensgrundlagen und ist höchst ungerecht. Sie tötet schon heute Menschen. Das Zeitfenster, in dem wir die große Katastrophe noch verhindern können, schließt sich rapide."

Schütter erklärt in seinem Blog, dass er vor dem Protest bei einem Aktionstraining mitgemacht hat. "Jede*r Aktivist*in muss so ein Training absolvieren, um an den Protesten teilnehmen zu dürfen. Dabei wird ihnen beigebracht, immer freundlich zu bleiben, auch wenn sie angeschrien und beschimpft werden, sich niemals zu wehren, auch nicht, wenn sie geschlagen werden. Ich habe großen Respekt vor der Disziplin der Aktivist*innen. Sie bleiben immer gewaltfrei, obwohl sie getreten, von Autos angefahren und mit Flüssigkeiten überschüttet werden."

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