Wintersport

ÖSV-Ärger: Österreichs Olympia-Startplätze gekürzt

Bereits am Sonntagabend muss der ÖSV alle Athleten nennen, die bei den Olympischen Spielen antreten werden. Doch im Vorfeld herrscht Verwirrung. 
Heute Redaktion
21.01.2022, 14:58
olympia live
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Für große Ski-Nationen wie Österreich sind eigentlich 22 Olympia-Quotenplätze vorgesehen. Diese wurden nach einem ÖSV-Beschluss zwischen Männern und Frauen genau zur Hälfte aufgeteilt. Also dürfen elf Herren sowie elf Läuferinnen in Peking um Olympia-Medaillen fahren. 

Allerdings wurden auf der offiziellen FIS-Webseite lediglich neun Quotenplätze für die ÖSV-Herren angegeben, während bei den Frauen weiterhin elf Startplätze verbucht sind. Eine derartige Reduktion der Starter wäre für den mächtigen Ski-Verband eine Katastrophe. 

Zwei Quotenplätze gestrichen

"Es kann nicht sein, dass bei Olympia Podestfahrer aus Österreich, Frankreich oder Italien nicht dabei sein würden", polterte ÖSV-Sportdirektor Toni Giger im "ORF", deutete an, dass auch andere Nationen von der Änderung in der Vergabe von Quotenplätzen betroffen seien. Lediglich die Schweiz hält noch bei der Maximalquote von elf Fahrern.  

Wie es zur Reduktion der Quote kam, erklärte Giger so: Die Grundquote sei für viele Nationen leicht zu erreichen gewesen. Dafür hätte demnach bereit Platz 4.000 in der FIS-Rangliste gereicht. Damit seien bereits 79 Plätze vergeben. Weiters wurde die Alpin-Quote von 320 auf 306 Startplätze reduziert, weil neue Disziplinen ins Programm aufgenommen wurden. 

"Das muss die FIS regeln"

"Für die Besten sind viel zu wenig Plätze übrig. Das muss die FIS regeln, das wird sie. Davon bin ich überzeugt", ergänzte Giger. Allerdings muss am Montag bereits das Olympia-Team nominiert werden. 

Laut FIS-Angaben sind aktuell 85 Nationen für die olympischen Alpin-Bewerbe qualifiziert. Darunter Exoten wie Eritrea, die Philippinen oder Osttimor. 

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