Eigentlich sollte man glauben, dass Schnee zwingend zu Olympischen Winterspielen gehört. Doch in Peking ist das anders. Zwar wird es in diesem Teil von China im Winter sehr kalt, aber das Klima ist recht trocken, Schneefall eine Seltenheit. Für die Spiele behilft man sich mit Kunstschnee. Nun aber gab es heftigen Schneefall, was zwar für Freude bei den Einheimischen, aber auch für Probleme sorgt.
"Mit so einem Schneefall haben die Chinesen nicht gerechnet", berichtet ÖSV-Ass Ramona Siebenhofer. "Es sind alle wurlat, sie machen schon seit zwei Stunden eine Schneeballschlacht vor unserer Tür." Den Schneemassen fiel bereits ein Abfahrtstraining zum Opfer, am Montag gibt es zumindest noch einen Probelauf für den Abfahrts-Showdown am Dienstag (4 Uhr) auf der Piste "The Rock".
Das Training ist nicht unwichtig. "Der Schnee ist jetzt ganz anders als bei den Rennen zuvor, ist pulvrig, fast wie Watte", berichtet Siebenhofer. "Die Abfahrt ist komplett gewalzt worden, man hat gar nicht versucht, den Schnee aus der Piste zu bekommen. Sie fahren einfach mit dem Pistengerät über die Piste und walzen das nieder. Wegen dem Wind ist das vermutlich die beste Variante."
Somit wird die Abfahrt auch zur Material-Frage. "Es hat sich alles geändert", meint auch Siebenhofers ÖSV-Kollegin Conny Hütter. Mirjam Puchner dazu: "Die Verhältnisse werden spannend. Die Trainer meinen, dass die Piste auf keinen Fall schneller wird." Siebenhofer ist trotzdem überzeugt, dass die ÖSV-Damen eine gute Leistung zeigen werden: "Wir haben ein gutes Gesamtpaket beisammen. Bei Olympia zählen nur die Plätze eins bis drei. Das Ziel ist somit klar, die Hoffnungen groß."