Zwei Mal in Folge kein Top-10-Ergebnis! Die Technik-Bewerbe von Sestriere offenbarten am vergangenen Wochenende die Krise bei den ÖSV-Spezialistinnen in Slalom und Riesenslalom.
Früh in der Saison rauchen die Köpfe.
Jetzt spricht Damen-Cheftrainer Thomas Trinker ein Machtwort: "Wir sind absolut nicht zufrieden, brauchen jetzt eine Analyse und müssen alles auf den Kopf stellen", kündigt der Coach in der "Krone" Veränderungen an.
"Scheinbar ist das Fenster, wo wir schnell fahren, sehr klein", gesteht Trinker ein. An welchen Hebeln er nun ansetzt, verrät er noch nicht. Klar ist nach der jüngsten Äußerung: Der Ton wird rauer, der Druck auf die Athletinnen steigt.
Trinker nimmt seine Läuferinnen in die Pflicht. Die zeigten sich aber ohnehin selbstkritisch. Katharina Truppe bezeichnete die Mannschaftsleistung in Sestriere als "extrem schlecht". Im Slalom schafften es gar nur zwei ÖSV-Asse, Truppe und Katharina Liensberger, in den zweiten Durchgang. Beide fielen zurück. Liensberger, der große Star im Team, wurde als Beste 14.
Sie fühlte sich in Sestriere nicht wohl, "klar, dass dann die Zeiten nicht passen."
Einziger Lichtblick: Dem Technik-Team bleibt bis nach Weihnachten Zeit, um an der Form zu feilen. Erst dann geht es mit den Rennen am Semmering weiter: zwei Mal Riesenslalom und ein Slalom.