Wintersport

ÖSV-Ikone Innauer warnt vor Frauen-Skifliegen

Toni Innauer meldet sich zu Wort. Der ehemalige Weltklasse-Skispringer, Trainer und ÖSV-Sportdirektor warnt vorm Frauen-Skifliegen.
Heute Redaktion
23.07.2022, 13:48
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Der Ski-Weltverband FIS hat sich im April dazu entschieden, den besten 15 Skispringerinnen erstmals auf der Monster-Schanze von Vikersund das Skifliegen zu ermöglichen. Für Innauer ist das jedoch alles andere als eine gute Idee. In einem offenen Brief an den Ski-Weltverband warnte der 64-Jährige nun vor diesem riskanten Schritt.

Innauer führte in dem Schreiben, das in österreichischen Medien verbreitet wurde, "wichtige biomechanische, medizinische und ethisch moralische Argumente" gegen das Frauen-Skifliegen an. "Der relevante Unterschied zu ihren männlichen Sportkollegen liegt nicht so sehr in der sportlichen Leistungsfähigkeit, sondern in den zu erwartenden Problemen bei einem typischen Skiflugsturz, wie ihn Daniel Andre Tande oder Thomas Morgenstern in jüngster Zeit erlebt hatten", erklärte Innauer.

"Größeres Risiko" für Frauen

Der ehemalige ÖSV-Trainer und -Sportdirektor führte weiter aus, dass "der Körper einer, in unserer Sportart auf Leichtgewicht getrimmten Frau, aufgrund des geschlechtsspezifisch geringeren Muskelanteils am Gesamtkörpergewicht, weniger widerstandsfähig als der eines Mannes" ist.

Die zu erwartende höhere Anlaufgeschwindigkeit würde zu einer höheren Aufprallwucht führen, deshalb sei das "größere Risiko für Frauen zu würdigen und zu bewerten." Es würde "am Kern einer verantwortungsvollen Beurteilung vorbeigehen, wenn physikalisch-biomechanische Zusammenhänge und Unterschiede und die dadurch drohende Gefahr fahrlässig negiert werden und schwerpunktmäßig eine Gleichstellungsdebatte daraus gemacht wird", führte Innauer weiter aus, verlangte eine "ruhige und sachkundige Beurteilung".

Eine Antwort der FIS steht noch aus.

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