Johannes Strolz ist einer der schnellsten Skifahrer auf den Slalom-Pisten dieser Welt. Sieg in Adelboden, Vierter in Flachau, Rang fünf am Ganslernhang in Kitzbühel, Olympia-Silber in Peking – der 31-jährige Vorarlberger hat sein Können im "Stangenwald" bereits mehrfach unter Beweis gestellt.
Nun wagt Strolz ein neues Abenteuer – und zwar die Abfahrt. Dass Talent für Speed-Bewerbe vorhanden ist, zeigte sich bereits 2022 beim sensationellen Kombi-Olympiasieg. Und heuer im März bei den Staatsmeisterschaften. Der Technik-Spezialist gewann die "Königsdisziplin".
Nun versucht Strolz, im ÖSV-Team einen Platz für die erste Saison-Abfahrt in Zermatt (11. November) zu ergattern. "Ich habe viel über das Speed-Thema nachgedacht. Weil es immer wieder im Raum gestanden ist und man bei mir ein gewisses Potenzial gesehen hat", sagt das 1,86 Meter große Kraftpaket.
„Hauptdisziplin bleibt Slalom“Johannes StrolzÖSV-Star
Nachsatz: "Meine Hauptdisziplin bleibt der Slalom. Bei den schnellen Disziplinen möchte ich vorerst noch den Ball verbal flach halten. Ich habe da einfach zu wenig Erfahrung."
ÖSV-Coach Marko Pfeifer ist vom Speed-Projekt überzeugt. "Er bringt alles mit, was man braucht", sagt der 49-Jährige. Der Plan sieht vor, Strolz auch zum US-Training der Abfahrer nach Copper Mountain sowie zum Weltcup in Beaver Creek mitzunehmen.