Wintersport

ÖSV-Springerin wegen Abklebungen disqualifiziert

Die Reise von Sophie Sorschag zu den Olympischen Spielen ist alles andere als erfolgreich verlaufen. Die ÖSV-Springerin wurde disqualifiziert. 
Heute Redaktion
05.02.2022, 12:37

Die Kärntnerin war erst nach dem positiven Corona-Test von Jacqueline Seifriedsberger unmittelbar vor deren Flug nach China ins rot-weiß-rote Olympia-Aufgebot gerückt, kam erst am Freitag im Nordischen Zentrum Zhangjiakou an, bestritt beinahe ohne Training den Wettkampf auf der Normalschanze. 

Und kam nicht in die Wertung. Denn die 23-Jährige wurde nur wenige Minuten nach ihrem ohnehin verpatzten Sprung auf 73,5 Meter bei der Materialkontrolle disqualifiziert. Aus einem kuriosen Grund. 

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Disqualifikation wegen Abklebungen

Sorschag hatte auf ihrem Weltcup-Sprunganzug die Sponsoren abgeklebt, schließlich herrscht bei den Winterspielen strengstes Werbeverbot. Die Abklebungen wurden jedoch beanstandet. Laut einem "ORF"-Bericht wurde genau an den Stellen der Abklebungen die Luftdurchlässigkeit des Anzugs gemessen. Hier passten die Werte natürlich nicht. 

"Man darf das nicht, das habe ich nicht gewusst, auch von den Trainern habe ich das nicht erfahren", schüttelte Sorschag den Kopf. Schließlich hatte sie auch einen Olympia-konformen Sprunganzug mit im Gepäck. "Aber es hat geheißen: Wenn es mit den Abklebungen geht, dann nehmen wir den Anzug", so die 23-Jährige weiter. Dass kein ÖSV-Betreuer diese Regel kannte und auch kein FIS-Offizieller vor dem Wettkampf einschritt, wirft Fragen auf. 

Die Disqualifikation kostete der Ersatzspringerin nun ein Olympia-Resultat. Denn im Mixed-Bewerb am Montag wird Sorschag nicht im rot-weiß-roten Aufgebot stehen. Großschanzen-Bewerbe finden bei den Frauen nicht statt.