Hemetsberger sorgte am Freitag auf der Streif für seinen persönlichen Bode-Miller-Moment, schrammte in der Steilhang-Ausfahrt an der Werbebande entlang. Das Rennen war gelaufen, es wurde nur Platz 52 - immerhin kein schwerer Sturz.
Der 32-Jährige verschwand wortlos aus dem Zielraum. Wenig später stellte sich der ÖSV-Star dann doch den Medien.
Hemetsberger fährt seit seinem Sturz in Beaver Creek mit einem eingerissenen Meniskus, das hindert den Oberösterreicher ans Limit zu gehen.
Das gibt er offen zu: "Es ist für den Kopf nicht gut ist, weil du immer das Gefühl hast, dass was sein könnte. Wenn du dir einen Nagel eintrittst und der Fuß weh tut, steigst du auch nicht drauf. So verhält es sich. Wenn ich am Start mein Knie spüre, tue ich mir schwer, dass ich voll draufdrücke und durchmarschiere."
Trotzdem will Hemetsberger am Samstag wieder angreifen: "Sollte es mal so sein, dass der Fuß da weh tut, fahre ich sicher nicht aus dem Starthaus, ich bin ja kein Selbstmörder!"
"Doping" ist auch kein Thema: "Mit Schmerzmittel fahre ich sicher nicht. Weil das benommen macht und man nicht 100-prozentig auf die Reizleitung vertrauen kann und man einfach in gewissen Situationen voll da sein muss."