ÖSV-Wunderanzug im Golfball-Look ließ Kraft jubeln

Stefan Kraft: Vorteil aus dem ÖSV-Forschungslabor.
Stefan Kraft: Vorteil aus dem ÖSV-Forschungslabor.GEPA
Österreich hat in Oberstdorf die zweiterfolgreichste Nordische Ski-WM bestritten.  Stefan Kraft und Johannes Lamparter half dabei eine Geheimwaffe.

Es war ein Wintermärchen. 4 Gold, 1 Silber, 2 Bronze - das räumten die rot-weiß-roten Athleten bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf ab. Nach Oslo 2011 (7 Gold, 2 Silber, 1 Bronze) war es für den ÖSV das erfolgreichste WM-Abschneiden aller Zeiten. "Das ist eine fantastische Bilanz", meinte Sportdirektor Toni Giger.

Gold-Duo profitierte von Material-Vorteil

Kombinierer Johannes Lamparter und "Adler" Stefan Kraft waren die heimischen Abräumer bei der WM. Aufsteiger Lamparter war mit zwei Goldmedaillen und Bronze der erfolgreichste heimische Athlet, Routinier Kraft kürte sich mit dem dritten Einzel-Gold zum besten Skispringer.

Beide profitierten von einem Materialvorteil. Die österreichische Lufthoheit in Bayern hat auch mit einer Geheimwaffe der ÖSV-Forschungsabteilung zu tun. Dort wurde extra ein neuer Stoff für das Großereignis entwickelt. Seine Oberfläche erinnert an einen Golfball und sorgte für mehr Auftrieb. "Man muss ständig am Material tüfteln", sagte Nordisch-Chef Mario Stecher.

Bei den Sprüngen der heimischen "Adler" war ein Pfeifen zu hören. Eingesetzt wurde der Stoff auch bei den Skisprung-Damen und den Kombinierern. In Metern lässt sich der Vorteil laut Team-Mitgliedern nur schwer beziffern. Alle sprachen auch von einer psychologischen Hilfe. "Ein cooler Anzug gibt einem noch einmal zwei, drei Meter Lockerheit", grinste Kraft.

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