Niederösterreich

Ötscher-Ideenwettbewerb – jetzt kann abgestimmt werden

467 Einreichungen gab es beim Ötscher-Wettbewerb. Nun startet eine Online-Abstimmung.
Erich Wessely
01.03.2022, 13:56

Beim Ideenwettbewerb "Der Ötscher ruft" zur Zukunft des niederösterreichischen Skigebiets Lackenhof sind 467 Vorschläge eingelangt. Bis 16. März läuft ein Online-Voting, bis 18. April sichtet eine Fachjury die Einreichungen. Bei einem Informationstag im Mai werden "ausgewählte Ideen und auch das weitere Vorgehen im Prozess der touristischen Neupositionierung von Lackenhof am Ötscher vorgestellt", teilte Ralf Eisenhut, Leiter der Taskforce "Lackenhof 2.0", am Dienstag mit.

"Inhaltliche Bandbreite extrem breit"

Von 410 registrierten Personen haben der Aussendung zufolge 170 verschiedene Nutzerinnen und Nutzer zumindest eine Idee für die Destination in der Marktgemeinde Gaming (Bezirk Scheibbs) übermittelt. "Die inhaltliche Bandbreite der Einreichungen bei unserem Ideenwettbewerb ist extrem breit", berichtete Eisenhut. Teilweise wurden demnach detaillierte Vorschläge übermittelt, teilweise Ideensplitter. "Auffällig ist, dass viele Einreichungen ökologisch orientiert sind. Auch Radfahren im Sommer und Tourenski im Winter werden oft thematisiert", sagte der Taskforce-Leiter. Interessierte können sich online registrieren und abstimmen. Bis 18. April wählt eine siebenköpfige Jury aus den beliebtesten Ideen die Gewinner der drei Hauptpreise aus.

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Privatinvestoren werden gebraucht

"Beim Prozess der touristischen Neupositionierung von Lackenhof am Ötscher ist es ganz wichtig, dass sich die Betroffenen selbst einbringen", hielt Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) fest. Ein Umsetzungskonzept müsse "wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltig, letztendlich auch in sich stimmig sein". Es brauche Privatinvestoren und die Zustimmung der Grundeigentümer. "Diese Gespräche haben begonnen, da liegt noch sehr viel Arbeit vor allen Beteiligten", berichtete Danninger. "Die Ideen müssen auch den Praxistest bestehen, wirtschaftlich und ökologisch mit den Vorstellungen der Region und der Grundeigentümer zusammenpassen", betonten Renate Rakwetz (SPÖ), Bürgermeisterin der Marktgemeinde Gaming, und Markus Redl, Geschäftsführer der ecoplus Alpin GmbH.

Eine Ende November des Vorjahres angekündigte Schließung des Skigebiets aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit hatte für Proteste gesorgt. Schließlich übernahm die landeseigene ecoplus Alpin GmbH, die bisher 40 Prozent hielt, mit 3. Dezember die Anteile der Schröcksnadel-Gruppe. Nun soll ein Konzept ausgearbeitet werden, um einen Ganzjahrestourismus in dem Ort zu ermöglichen.

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