Wien

ÖVP fordert von Ludwig: Her mit dem Energie-Bonus!

Wiens Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ) agiere "heuchlerisch", so die ÖVP in Reaktion auf den angekündigten Energie-Zuschuss. Sie will Taten sehen.
Claus Kramsl
23.02.2022, 14:13

Der drohende Krieg in der Ukraine, nur wenige Autostunden von Wien entfernt, sowie die Sanktionen gegen Wladimir Putin lassen die ohnehin bereits stark gestiegenen Energiepreise explodieren. Ein Großteil des heimischen Erdgasverbrauchs wird durch Importe aus Russland gedeckt.

Energie-Zuschuss "in den nächsten Wochen"

Bürgermeister Michael Ludwig kündigte daher am Dienstag im "Report" einen Energie-Zuschuss für die Wiener an. Dieser solle "in den nächsten Wochen treffsicher umgesetzt werden". Derzeit sei sichergestellt, dass Wiens Haushalte unabhängig von einer internationalen Krise mit Energie versorgt werden können, versicherte Ludwig. Konkreter wurde er nicht.

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ÖVP fordert schon "jahrelang Heizkostenzuschuss"

Jetzt heizt ihm daher die ÖVP ein: "Wiens SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig muss nach seiner gestrigen medialen Ankündigung, auch in der Bundeshauptstadt einen Heizkostenzuschuss einzuführen, endlich Nägel mit Köpfen machen“, betont die Generalsekretärin der Volkspartei, Laura Sachslehner, die zwar begrüßt, dass Ludwig "endlich auf die jahrelange Forderung der Volkspartei nach einem Heizkostenzuschuss einlenken will", aber: "Bürgermeister Ludwig ist in seiner Ankündigung völlig unkonkret geblieben, hat weder Zeitpunkt noch Höhe der Auszahlung bekanntgegeben. Das legt den Schluss nahe, dass es sich dabei lediglich um einen billigen Marketing-Gag handelt. Das Handeln des SPÖ-Bürgermeisters ist vor allem heuchlerisch: Denn Ludwig greift den Wienerinnen und Wienern pausenlos tief in ihre Tasche, indem in Wien eine Gebührenerhöhung die nächste jagt", so Sachslehner.

Parken von 2010 bis 2020 um 83,3 % teurer

Ludwig belaste die Wiener Bevölkerung über die Maßen, so Sachslehner: Alleine in diesem Jahr gebe es eine Mehrbelastung in Höhe von rund 50 Mio. Euro für die Wiener Haushalte und Unternehmen durch das "sture Festhalten am Valorisierungsgesetz". "Die durchschnittlichen Wohnkosten etwa sind in Wien zwischen 2010 und 2020 um 32,6% gestiegen. Das Parken wurde im selben Zeitraum um 83,3% teurer, das Wasser um 55,4%", so Sachslehner.

Auch Wiener ÖVP will Taten sehen

In selbe Horn stößt die Wiener ÖVP: Bereits im Dezember sei im Gemeinderat beschlossen worden, die bestehenden Instrumente zur Bekämpfung von Energiearmut in Wien zu überprüfen. Man dränge scon länger darauf, den abgeschafften Heizlostenzuschuss wieder einzuführen, so der designierte ÖVP-Landesparteiobmann Karl Mahrer. Luwig sei nun aufgefordert "seine Ankündigungen in die Tat umzusetzen und rasch für die notwendige Hilfe für die Wienerinnen und Wiener zu sorgen."