Am Mittwoch verzeichnete Wien mit 35,8 Grad den bisher heißesten Tag des Jahres. In den Freibäder der Stadt machte sich die Hitze bei den Besucherzahlen bemerkbar: 40.000 Badegäste wurden gezählt. Mit der anhaltenden Hitzewelle könnten die Temperaturen noch weiter nach oben klettern. Wer die kommenden Tage in einem städtischen Bad abtauchen will, muss dafür 6,20 € bezahlen.
Damit liegt der Tarif auf dem Preisniveau von 2020. Angesichts der Teuerung befindet die ÖVP den Preis als zu hoch und will den Corona-Tarif von drei Euro zurück: "Wir fordern einen sofortigen 'Wiener Sommertarif' von 3 statt 6,20 Euro. Diese Maßnahme würde den Wienern wirklich helfen, nicht nur in der Hitze, sondern auch in Zeiten der Teuerung", so ÖVP-Chef Karl Mahrer.
Das zuständige Büro von Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr (Neos) erklärt: Während der Corona-Pandemie wurde ein Sondertarif eingeführt, da die Bäder teilweise geschlossen waren und es auch Zutrittsbeschränkungen gab. Nachdem nun der Normalbetrieb wieder möglich ist, gilt auch der alte Tarif. Wer regelmäßig schwimmen geht und beim Eintritt sparen möchte, dem empfiehlt die Stadt eine Bonuskarte um 62 Euro. Beim Erwerb erhält man 13 Eintritte zum Preis von 10. Das ergibt einen Einzelpreis von 4,77 Euro.